Gastbeiträge

Unter der Überschrift "Impulse geben - Positionen vertreten - Diskussionen anregen" greift überaus.de in Gastbeiträgen Themen auf, die aktuell im Übergang Schule - Beruf diskutiert werden. Ganz bewusst werden verschiedene Perspektiven  aus unterschiedlichen Bereichen und Zusammenhängen heraus zur Diskussion gestellt. Die Position der Autorinnen und Autoren gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Wie war das noch mit dem Maßnahmendschungel? - Eine Retrospektive

Walter Würfel

Gastbeitrag von Walter Würfel
Unter dem Titel "Wege aus dem Maßnahmedschungel" hatte Walter Würfel im Jahr 2009 einen Gastbeitrag veröffentlicht, der sich mit der Situation von Jugendlichen beschäftigte, die nach dem Schulbesuch keine Ausbildungsstelle im Dualen System und auch keine weiterführende schulische Ausbildung fanden. Dabei ging es vor allem um die Fragmentierung der Förderangebote für diese Jugendlichen. Was hat sich seither geändert? Hat sich gar etwas verbessert?

Jeder Zielgruppe ihre Maßnahme?

Andreas Oehme

Gastbeitrag von Andreas Oehme
Üblicherweise werden zur Unterstützung von Jugendlichen im Übergang Schule-Beruf Maßnahmen auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten. Doch so einfach ist es nicht. Jugend ist immer vielfältiger und komplexer geworden, und die seriöse Jugendforschung verweist nicht ohne Grund darauf, dass man heute nur noch von Jugenden im Plural sprechen kann. Wir brauchen endlich eine andere Idee davon, wie wir den (Hilfe)Bedarf und die Hilfe(Maßnahme) zusammendenken.

Weiterentwicklung von WfbM unter Inklusionsanspruch

Bastian Fischer / Thomas Gericke

Gastbeitrag von Thomas Gericke und Bastian Fischer
Die von der UN geforderte "schrittweise Abschaffung der Werkstätten durch sofort durchsetzbare Ausstiegsstrategien und Zeitpläne" erscheint als logische Konsequenz, wenn in Deutschland inklusive Verhältnisse – auch in WfbM – entstehen sollen. Gegenstand dieses Gastbeitrages ist die Frage nach Möglichkeiten der Umgestaltung institutioneller Realitäten in WfbM und vor allem die Frage nach einer veränderten Praxis im Sinne eines bottom-up-Prozesses.

Zehn Jahre Hartz IV

Gerhard Christe
Bild: Gerhard Christe

Gastbeitrag von Gerhard Christe
Im Jahr 2005 ist mit der Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe zum ALG II die einschneidendste Sozialreform in der Geschichte in Kraft getreten. Seither wird von Arbeitslosen und erwerbsfähigen Bedürftigen verlangt, als Gegenleistung für materielle Unterstützung Arbeit zu verrichten. Mit dem Motto "Fördern und Fordern" wird Hilfebedürftigen suggeriert, es selbst in der Hand zu haben, ob sie weiterhin hilfebedürftig bleiben.

Assistierte Ausbildung

Birgit Beierling
Bild: Birgit Beierling

Gastbeitrag von Birgit Beierling
Die Assistierte Ausbildung hätte ein großer Schritt auf dem Weg zur Inklusion in der Berufsausbildung werden können, wenn sie als fakultatives Angebot für die Ausbildung einen bedarfsgerechten Zugang zur Förderung und bedarfsgerechte Leistungen für alle jungen Menschen und die Betriebe ermöglicht hätte. Doch mit der bundesweiten Einführung der Assistierten Ausbildung als Instrument des SGB III wurde diese Chance leider vertan.

Inklusion auch in der Berufsausbildung

Ruth Enggruber
Bild: Ruth Enggruber

Gastbeitrag von Ruth Enggruber
Ruth Enggruber plädiert für Inklusion auch in der Berufsausbildung. Doch wie könnte das konkret aussehen? Hinderlich ist zum Beispiel ein verengtes Inklusionsverständnis. Ruth Enggruber fordert, dass alle an einer Ausbildung interessierten jungen Menschen - unmittelbar nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule - Zugang zu einer vollqualifizierenden Berufsausbildung bekommen. Unabhängig von Schulabschlüssen, Geschlecht, sozialer und ethnischer Herkunft oder Behinderung.

Berufsausbildung für junge Menschen aus Europa

Wolfgang Erler
Bild: Wolfgang Erler

Gastbeitrag von Wolfgang Erler
Neue Programme und Projekte holen junge Menschen aus Europa nach Deutschland. Sie sollen in doppelter Weise als Heilmittel dienen: für die demografische Krise in Deutschland und für die Arbeitsmärkte der EU-Krisenländer. Wolfgang Erler wirft einen kritisch-realistischen Blick auf die Erwartungen im "neuen" Zuwanderungsland Deutschland. Er fordert, in den Neuankömmlingen Menschen und nicht nur Arbeitskräfte zu sehen.

Die Berufseinstiegsbegleitung hat Potenzial

Ulrike Hestermann
Bild: Ulrike Hestermann

Gastbeitrag von Ulrike Hestermann
Der dritte Zwischenbericht zur Berufseinstiegsbegleitung hat eine kritische Bilanz gezogen. Ulrike Hestermann erhebt Einwände gegen einige Kritikpunkte. Sie fordert dazu auf, die schlechte Ausgangssituation der Jugendlichen und die Rahmenbedingungen in den Blick zu nehmen, wenn Erfolge gemessen werden. Der hohen Fluktuation des Personals könne man durch bessere Bezahlung der Fachkräfte und verbesserte Arbeitsbedingungen begegnen.

Nützt der Fachkräftemangel benachteiligten Jugendlichen?

Gerhard Christe
Bild: Gerhard Christe

Gastbeitrag von Gerhard Christe
Wie gut, dass den Fachkräftemangel gibt. Der neue Silberstreif am Bildungshorizont, einmal ausgemacht, wird nun nach - Politik und Wirtschaft - auch in der Benachteiligtenförderung beschworen. Doch führt die demografische Entwicklung tatsächlich zu neuen Bildungs- und Zukunftschancen für alle? Und stimmt die Voraussetzung für diese Prognose überhaupt?

Der demografische Wandel als Chance

Christine Henry-Huthmacher, Elisabeth Hoffmann
Bild: Christine Henry-Huthmacher,
Elisabeth Hoffmann

Gastbeitrag von Christine Henry-Huthmacher
und Elisabeth Hoffmann

Trotz aller Erfolge des dualen Ausbildungssystems hat es nur eine überschaubare öffentliche Lobby. Vor allem junge Menschen mit schwierigen Berufsbiografien gelangen bisher kaum in das Blickfeld der öffentlichen Diskussion. Um allen Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen, sind neue Strategien erforderlich - in erster Linie eine Verbetrieblichung der beruflichen Bildung, ohne die Stärken des dualen Systems preiszugeben.

Vergaberecht für Dienstleistungen

Günter Buck, Arnfried Gläser
Bild: Günter Buck, Arnfried Gläser

Gastbeitrag von Günter Buck und Arnfried Gläser
Das Vergaberecht bewegt seit vielen Jahren die Träger der Aus- und Weiterbildung, ebenso Verbände und Gewerkschaften. Die geltende Vergabeordnung steht in der Kritik, weil sie nach Ansicht vieler Akteure dem Preis von Dienstleistungen Vorrang vor der Qualität gibt und die Gehälter in diesem Sektor unter eine akzeptable Schwelle drückt. Eine neue europäische Richtlinie zur Modernisierung der Vergaberechtssysteme bietet die Chance für grundlegende Verbesserungen.

Jugendliche zwischen Zuversicht und Resignation

Klaus Hurrelmann
Bild: Klaus Hurrelmann

Gastbeitrag von Klaus Hurrelmann
Der Übergang Schule - Beruf verlangt jungen Leuten heute mehr Orientierung und Leistungsvermögen ab als jemals zuvor. Während die "selbstbewussten Macher" unter den Jugendlichen damit umzugehen wissen, scheitern die sozial und schulisch Schwachen an der knallharten Leistungsgesellschaft. Damit diese Kluft nicht noch größer wird, benötigen gerade die Benachteiligten eine Neuausrichtung von Berufsorientierung und beruflicher Bildung.

Segen und Fluch der kooperativen Ausbildungsmodelle

Dietmar Heisler
Bild: Dietmar Heisler

Gastbeitrag von Dietmar Heisler
Fragt man Praktiker der Benachteiligtenförderung zur aktuellen Situation, entsteht ein düsteres Bild: Berichtet wird über Dumpingangebote in den Ausschreibungen und Ghostwriter bei den Angeboten, über das Zusammenbrechen von Trägerstrukturen, befristete Arbeitsverträge und sinkende Löhne, die Verschärfung der Probleme von Jugendlichen und darüber, dass es kaum mehr möglich ist, sinnvolle pädagogische Arbeit zu leisten.

Gravierende Mängel, geringer Nutzen

Rüdiger Preißer
Bild: Rüdiger Preißer

Gastbeitrag von Rüdiger Preißer
Die Eignungsanalyse zu Beginn der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen verfehlt ihr Ziel. Es gibt eine Reihe von Kritikpunkten: konzeptionelle und methodische Mängel, technokratisch angewandte Verfahren, keine Orientierung an der Person, vor allem aber kaum Auswirkungen auf die Förderung. Die Ressourcen sollten besser in eine passgenaue Förderung der Jugendlichen investiert werden.

Generation abgeschoben?

Stephanie Odenwald
Bild: Stephanie Odenwald

Gastbeitrag von Stephanie Odenwald
Es muss zu denken geben, wenn Jugendliche in allgemeinbildenden Schulen keine Perspektive sehen, sich als Versager fühlen, Hassgefühle entwickeln. Für diejenigen, die im so genannten "Übergangssystem" landen, werden nach Schätzungen zurzeit jährlich ca. 6 Milliarden Euro ausgegeben - mit einem mehr als fraglichen Erfolg. Welche Reformansätze können den Übergang für Jugendliche erfolgreicher gestalten?

Teil der Lösung oder Teil des Problems?

Ragna Melzer
Bild: Ragna Melzer

Gastbeitrag von Ragna Melzer
Immer mehr Kommunen greifen das Konzept des Lokalen Übergangsmanagements auf und setzen es mit den Akteuren um. Viele freie Träger drohen nun zum Opfer der damit verbundenen dynamischen Prozesse zu werden. Immer öfter haben sie das Gefühl, dass diese - von ihnen selbst geforderten - Entwicklungen systematisch an ihnen vorbei gehen. Aber wie können sie auf diese massiven Umbrüche reagieren?

Vom Kapital der sozialen Verantwortung

Thomas Sattelberger
Bild: Thomas Sattelberger

Gastbeitrag von Thomas Sattelberger
Berufliche Bildung muss heute mehr vermitteln als nur Beschäftigungsfähigkeit. Damit Jugendliche die Herausforderungen der Zukunft meistern können, muss Ausbildung sie entsprechend ausstatten: Sie müssen das Lernen lernen, Netzwerke bilden, ein Identitätsbewusstsein entwickeln und motiviert werden, sich zu engagieren. Dazu sollten Unternehmen sich stärker als Teil des Ganzen verstehen und selbst soziale Verantwortung wahrnehmen.

Der Deutsche Qualifikationsrahmen

Christian Hampel
Bild: Christian Hampel

Gastbeitrag von Christian Hampel
Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) stellt auch für benachteiligte und beeinträchtigte junge Menschen grundsätzlich eine Chance auf Teilhabe dar. Diese Chance kann jedoch allzu leicht verspielt werden: Wenn ihre erworbenen Kompetenzen nicht anerkannt und adäquat im DQR eingeordnet werden, drohen die Zielgruppen der Jugendsozialarbeit aus dem Rahmen zu fallen.

Hauptsache Betrieb?

Gertrud Kühnlein
Bild: Gertrud Kühnlein

Gastbeitrag von Gertrud Kühnlein
Eine schnelle Einbeziehung in den betrieblichen Alltag statt realitätsferner, "verschulter" außerbetrieblicher Förderung: Die Vision der Verbesserung der Beschäftigungschancen benachteiligter Jugendlicher durch eine Stärkung des Lernorts Betrieb ist unmittelbar einleuchtend. Und so nimmt die Zahl der Programme, die darauf abzielen, stetig zu. Die Tendenz zur Verbetrieblichung markiert einen Paradigmenwechsel der Benachteiligtenförderung.

Wege aus dem Maßnahmendschungel

Walter Würfel
Bild: Walter Würfel

Gastbeitrag von Walter Würfel
Bereits in den 90er Jahren hat sich ein "Maßnahmedschungel" beziehungsweise ein "Parallelsystem" im Übergang von der Schule in den Beruf herausgebildet. Doch statt einer Bereinigung, zum Beispiel durch die unterschiedlichen "strukturbildenden Initiativen", die in den letzten Jahren durchgeführt wurden, ist das Gegenteil eingetreten: Die Vielzahl der Förderinstrumente und -programme ist noch unübersichtlicher geworden.

 
 
 

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