Redaktion

Unterstützte Ausbildung

Dossier

Bei allen Formen der unterstützten Ausbildung trägt ein externer Dienstleister mit flankierenden Maßnahmen zum Gelingen der Ausbildung bei. Davon profitieren Betriebe wie Auszubildende. Die Aufgaben dabei sind sehr vielfältig, aber nicht alle Unterstützungsformen beinhalten das ganze Portfolio der Möglichkeiten.

Ausbildungshemmnisse und -probleme aus unterschiedlichen Perspektiven

  • BIBB: Mehr Ausbildungsangebote, stabile Nachfrage, aber wachsende Passungsprobleme (PDF)
    Analysen und Ansätze aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) von Stephanie Matthes, Joachim Gerd Ulrich, Simone Flemming und Ralf-Olaf Granath. Die Autor(inn)en gehen den Ursachen des Versorgungsproblems beziehungsweise Besetzungsproblems nach und analysieren die Ausbildungsmarktsituation.
  • BIBB: BWP 4/2016 zum Thema "Passungsprobleme"
    Seit dem Jahr 2014 zeichnen sich zunehmend Passungsprobleme ab und verändern das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt. Welche Folgen ergeben sich daraus zum einen für die Rekrutierung von Fach- und Nachwuchskräften und andererseits für die Jugendlichen bei der Suche nach Ausbildungsstellen? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieser BWP-Ausgabe.
  • DIHK-Ausbildungsumfrage 2017 (PDF)
    Die Ausbildungsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags zeigt, wo aus Sicht der ausbildenden Betriebe Probleme in der Ausbildung zutage treten. Es sind einerseits unbesetzte Ausbildungsstellen, andererseits aber auch die Unzufriedenheit der Unternehmen über nicht ausreichende Mathematik- und Deutschkenntnisse sowie über unklare Berufsvorstellungen der Schulabgänger.
  • DGB-Ausbildungsreport 2017
    Die Zufriedenheit der Jugendlichen mit ihrer Ausbildung ist in den letzten drei Jahren wieder leicht gestiegen, nachdem sie im Jahr 2014 auf den niedrigsten Wert gefallen war, den der DGB-Ausbildungsreport je verzeichnete. Viele Probleme bei der Ausbildungsqualität bleiben aber bestehen. Schwerpunktthema des Berichts war die Qualität des Unterrichts an der Berufsschule.
  • Ausbildungsstudie 2017 (PDF)
    Die McDonald´s Ausbildungsstudie, durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach, untersuchte, vor welchen Herausforderungen Jugendliche und junge Erwachsene bei der Berufswahl stehen. Die biografische Bedeutung der Berufswahl steige, und dadurch werde die Unsicherheit über die richtige Entscheidung immer größer.

"Jede Maßnahme muss zu einem Abschluss führen"

Matthias Anbuhl, DGB-Vorstandsmitglied

Interview mit Matthias Anbuhl
Im Interview äußert sich der Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim DGB-Bundesvorstand, Matthias Anbuhl, zum Modell der assistierten Ausbildung, zu den Maßnahmen des Übergangs allgemein und zur Ausbildungsgarantie, die der DGB fordert.

"Goldene Zeiten" für Ausbildungsplatzsuchende?

Stefan Sell

Interview mit Prof. Stefan Sell
Stefan Sell ist Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften, Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz - und ein Freund klarer Worte. Wir haben ihn dazu befragt, wie mehr Jugendliche aus dem Übergangssystem von der guten Lage auf dem Ausbildungsmarkt profitieren können.

Analysen aus Wissenschaft und Praxis

  • BIBB-Modellversuche: Fachkräftesicherung durch Vielfalt
    Ergebnisse und Analysen aus dem BIBB-Modellversuchsschwerpunkt "Neue Wege in die duale Ausbildung - Heterogenität als Chance für die Fachkräftesicherung". Handlungsfelder sind u.a. die Entwicklung von Ausbildungsmärkten, das Externe Ausbildungsmanagement, die Assistierte Ausbildung und die Qualifizierung des Ausbildungspersonals.
  • BIBB-Report: Rückzug von Betrieben aus der beruflichen Ausbildung
    Seit 2011 geht die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zurück. Der Beitrag analysiert, wie sich die nachlassende Ausbildungsbeteiligung in den Jahren 2011 bis 2014 – gemessen am Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge – aus Sicht der Betrieb erklärt.

Assistierte Ausbildung

... am Beispiel "Carpo"

  • "Carpo" als Modell der assistierten Ausbildung in Baden-Württemberg
    Das Modell der assistierten Ausbildung lief in Baden-Württemberg über 20 Jahre unter dem Titel "carpo". Es wurde hier bereits an zwanzig Standorten durch erfahrene Jugendberufshilfeträger als Instrument zur Integration von Jugendlichen in betriebliche Ausbildung sowie zur Sicherstellung des Ausbildungserfolgs eingesetzt.
Stilisierter Filmstreifen mit Bildern aus dem Film über "Carpo"

Film über Carpo
Ein Film lässt Auszubildende, Betriebe und Ausbildungsbegleiter_innen zu Wort kommen und veranschaulicht damit, worum es in dem Projekt "Carpo" geht: um eine Dienstleistung, von der Betrieb und Azubi profitieren.

  • BIBB-Modellversuche
    17 Modellversuche beschäftigten sich mit der Fragestellung, wie insbesondere kleine und mittlere Unternehmen trotz rückläufiger Bewerberzahlen und eines bereits spürbaren Fachkräftemangels bei der Ausbildung unterstützt werden können. Hierunter waren auch die Projekte zur assistierten Ausbildung (z. B. Anhand, Assistierte betriebliche Ausbildung)
  • Caritas: "Erfolgreich gemeinsam ausbilden (Efa)"
    Efa vermittelte benachteiligte junge Menschen, insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund, in Ausbildung und begleitete sie im Ausbildungsverlauf. In Abstimmung mit den Unternehmen und den Jugendlichen erbrachten IN VIA-Fachkräfte aus dem Projekt flexible und bedarfsgerechte Dienstleistungen, die an bundesweit vier Standorten erprobt wurden.
  • Vorrang für duale Ausbildung (Sachsen)
    Die Förderung zielt darauf ab, bestehende Fachkräftepotenziale besser auszuschöpfen. Junge Erwachsene, die sich aufgrund diverser Vermittlungshemmnisse oder individueller Problemlagen bislang nicht in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren konnten, sollen in eine betriebliche Ausbildung geführt und während der Ausbildung begleitet werden.
  • Zukunftschance Assistierte Ausbildung (Sachsen-Anhalt)
    Das Land Sachsen-Anhalt hat auf Basis des § 130 SGB III ein Landeskonzept zur Assistierten Ausbildung entwickelt. Im Programm sollen weitere Zielgruppen und Angebote einbezogen sowie um eine Qualitätsoffensive erweitert werden.

Weitere Formen der unterstützten Ausbildung

Ausbildungsbegleitende Hilfen - abH

Beantragt wird abH von dem/der Auszubildenden bei der Arbeitsagentur; nicht selten wird dessen/deren Initiative vom Betrieb forciert.

  • Bundesagentur für Arbeit
    Ausbildungsbegleitende Hilfen unterstützen junge Menschen, die in einer betrieblichen Ausbildung sind und bei denen der erfolgreiche Ausbildungsabschluss gefährdet ist. Die Maßnahmen umfassen Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten und zur Förderung des Erlernens von Fachpraxis und Fachtheorie sowie individuelle sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung zur Sicherung des Ausbildungserfolges. Auch dieses Angebot wird von Bildungsträgern im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit erbracht.

Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)

Wer keinen betrieblichen Ausbildungsplatz findet, kann von der Arbeitsagentur für eine außerbetriebliche Ausbildung vorgeschlagen werden. Diese findet in den Werkstätten eines Bildungsträgers statt (integratives Modell). Im  so genannten kooperativen Modell findet die praktische Ausbildung in einem Kooperationsbetrieb statt.

  • Geschäftsanweisung BaE
    Die aktuelle Geschäftsanweisung BaE der Bundesagentur für Arbeit, mit Stand vom September 2015
    Dateigröße: 220 KB

Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB)

Die Verzahnte Ausbildung wird von den Berufsbildungswerken (BBW) angeboten. Hier bilden Berufsbildungswerke gemeinsam mit Unternehmen junge Menschen mit Behinderung aus. Bis zu 18 Monate der Ausbildungszeit absolvieren die Jugendlichen im Unternehmen, das weder die Kosten für die Ausbildungsvergütung noch für die Sozialversicherung übernehmen muss. Das Fachpersonal der BBW steht während der gesamten betrieblichen Ausbildungsphase unterstützend zur Seite.

Externes Ausbildungsmanagement

Durch externes Ausbildungsmanagement werden die Betriebe nach Bedarf von der Aufnahme über die Durchführung bis zum Abschluss der Ausbildung begleitet. Das externe Ausbildungsmanagement ist ein Service, das viele JOBSTARTER-Projekte als Dienstleistung anbieten.

  • JOBSTARTER-Projektlandkarte
    Welche Projekte aus dem Förderprogramm JOBSTARTER derzeit externes Ausbildungsmanagement anbieten, zeigt Ihnen die Projektlandkarte.
  • JOBSTARTER PRAXIS - Band 4 (PDF)
    Was das externe Ausbildungsmanagement (EXAM) alles beinhaltet, erfahren Sie detailliert im JOBSTARTER PRAXIS-Band 4.
  • Ausbildernetz
    Eine Themenseite zum Externen Ausbildungsmanagement mit Hintergrundinformationen, weiterführenden Ressourcen und Hinweisen.

Patenmodelle

Ein Vorläufermodell der professionell unterstützten Ausbildung sind Patenmodelle, die durch ehrenamtliche UnterstützerInnen getragen werden. Häufig sind diese Angebote in Trägerschaft der konfessionellen Wohlfahrtsverbände.

  • www.patenmodell.de
    Das PATENMODELL ist eine bundesweite Initiative im Verbund der Diakonie. Sie ruht auf drei Säulen: ehrenamtliche Ausbildungspatenschaften von der Berufsorientierung bis zur ersten Stelle, ehrenamtliche Nachhilfe und eine Ausbildungsbrückenbörse.
  • Patenatlas (PDF)
    Der umfangreiche Patenatlas, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Integration und Flüchtlinge 2008 herausgegeben wurde, beschreibt die vielfältigen Patenmodelle in den einzelnen Bundesländern
  • Aktion zusammen wachsen – Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern
    Die "Aktion zusammen wachsen" ermöglicht die Vernetzung von Patenschafts- und Mentoringprojekten, die Kinder und Jugendliche in ihrer Sprach- und Lesekompetenz fördern, sie auf ihrem Bildungsweg begleiten und beim Übergang in Ausbildung und Beruf stärken.
  • ausbildungspaten-nrw.de
    Das Netzwerk der AusbildungsPatenProjekte NRW ist ein freiwilliger, trägerübergreifender Zusammenschluss von Vereinen und Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Alle Beteiligten sind im Mentoring- und Patenschaftsbereich tätig und Träger eines Ausbildungspatenprojektes.

Flexibel nutzbare Ausbildungsformen

Teilzeitberufsausbildung

Auch die Teilzeitberufsausbildung ist keine neue Erfindung. Sie ist seit Jahren im Berufsbildungsgesetz (BBIG) bzw. in der Handwerksordnung (HwO) als Option enthalten und bietet Möglichkeiten, die Berufsausbildung flexibler zu gestalten. Davon profitieren zum Beispiel junge Eltern. Die Ausbildungszeit kann auf gemeinsamen Antrag des Ausbildungsbetriebes und des/der Auszubildenden verkürzt werden, wenn das Ausbildungsziel erreichbar bleibt. In Ausnahmefällen kann sie auch verlängert werden.

Verbundausbildung

Bei der Verbundausbildung handelt es sich um verbindliche Formen der Kooperation von Betrieben oder weiteren Bildungsdienstleistern und Akteuren. Das Lernen in unterschiedlichen Betrieben hat eine lange Tradition. Bei der Auftragsausbildung wird z. B. der Ausbildungsvertrag zwischen Azubi und Betrieb geschlossen, die Ausbildung wird aber entweder teilweise oder vollständig von einem externen Dienstleister durchgeführt.

Ausbildungsberatung und Begleitmaterialien

  • Grundsätze für die Beratung und Überwachung der Ausbildungsstätten
    Die Ausbildungsberatung der Kammern ist gesetzlich im BBiG verankert. Ausbildungsberater sind Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende, aber auch für Eltern und Berufsschullehrkräfte. Die Aufgaben bestehen auch in der Überwachung der Durchführung der Berufsausbildung.
  • fbb: Ausbildernetz
    Das Ausbildernetz bietet den Ausbildungsverantwortlichen in Unternehmen ein Informationsangebot für jede Phase der Ausbildung. Die angebotenen Materialien sind in verschiedenen Projekten des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung in Nürnberg zusammen mit Unternehmen entwickelt worden.
  • Praxisleitfaden: Azubis suchen und finden
    Vor allem KMU haben oft nicht die Zeit und das Personal, um aufwendige Auswahlverfahren zur Rekrutierung von Auszubildenden durchzuführen. Dieser Praxisleitfaden der Stadt Offenbach unterstützt dabei, Jugendliche über Ausbildungsberufe und offene Stellen zu informieren und sie anzusprechen.
  • Inbas: Handreichung für KMU´s
    Diese Handreichung enthält Empfehlungen für Ausbildungsverantwortliche zu den Themen Ausbildungsmarketing und Auswahlverfahren. Am Beispiel der Metall- und Elektroindustrie wird aufgezeigt, wie KMU passende Auszubildende finden können.
  • BMBF: Handreichung für ausbildende Fachkräfte
    Die Handreichung richtet sich an alle Akteure, die mit der Ausbildung und Anleitung von Auszubildenden beschäftigt sind. Es sollen Anregungen gegeben werden, wie auch schwierige Situationen zu meistern sind und enthält Checklisten, Leitfäden und Verweise auf weiterführende Informationen.
  • Inbas: Führen und Motivieren in der betrieblichen Ausbildung (PDF)
    Diese Handlungshilfe beinhaltet viele praxisnahe Hinweise und Tipps zu Ausbildungsthemen wie Motivieren, Konflikte meistern, gute Kommunikation und Willkommenskultur. Die Entwicklung und das Verhalten von jungen Menschen wird dargestellt, ebenso der Erziehungsauftrag in der Berufsausbildung.
  • Starter-Kit: "Gute Ausbildung - von Anfang an..."
    Die im Projekt AusbildungsMEISTER im Modellversuchs-Förderschwerpunkt „Qualitätsentwicklung und -sicherung in der betrieblichen Berufsausbildung“ des BIBB entwickelte und bereits in KMU erprobte Arbeitsunterlage unterstützt Handwerksbetriebe bei der Strukturierung des Ausbildungsbeginns.
  • Initiative: Stark für Ausbildung
    Das Projekt Stark für Ausbildung der DIHK-Bildungs-GmbH und der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk richtet sich an ausbildendes Personal und möchte bei der Integration schwächerer Jugendlicher in Ausbildung unterstützen.
  • Ausbilderhandbuch
    Das Ausbilderhandbuch der Initiative Stark für Ausbildung zum Download (PDF).
    Dateigröße: 7,59 MB

Zuletzt aktualisiert am 09.11.2017nach oben

 
 
 

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Filmclip

Der Filmclip zeigt eine kurze Einführung in das Thema "Unterstützte Ausbildung".

 

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Videoclips zu sprachlichen und kulturellen Konflikten, die im Ausbildungsalltag von Flüchtlingen auftreten können, veranschaulichen die unterschiedliche Wahrnehmung der Beteiligten.