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Unterstützte Ausbildung

Dossier

Der Übergang von der Schule in die Ausbildung wird von vielfältigen Einflussfaktoren begleitet. Rahmenbedingungen und Voraussetzungen können für alle beteiligten Akteure am Ausbildungsverhältnis zu Hemmnissen und Problemen führen. Daher gibt es umfangreiche Unterstützungsangebote, die häufig von externen Dienstleistern erbracht werden, damit eine Berufsausbildung erfolgreich absolviert und abgeschlossen werden kann. Das Dossier liefert einen Überblick über entsprechende Regelinstrumente, Gestaltungsmöglichkeiten und gibt Einblicke in Wissenschaft und Praxis.

Im Folgenden werden die unterschiedlichen Formen der unterstützten Ausbildung und die Möglichkeiten der Ausbildungsgestaltung vorgestellt, mit deren Hilfe Ausbildungshemmnissen und -problemen effektiv entgegengewirkt werden kann.

Formen der unterstützten Ausbildung

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) sind Unterstützungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA), die sich an Auszubildende richten, deren erfolgreicher Ausbildungsabschluss gefährdet ist. Dieses Angebot wird von Bildungsträgern erbracht, d.h. erfahrene Ausbilder, Lehrkräfte und Sozialpädagogen begleiten die Jugendlichen während ihrer Ausbildung und unterstützen sie bei der Bewältigung fachlicher oder individueller Probleme. Die Maßnahmen umfassen Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten und zur Förderung des Erlernens von Fachpraxis und Fachtheorie sowie individuelle sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung zur Sicherung des Ausbildungserfolges.
Beantragt wird abH von dem/der Auszubildenden bei der Arbeitsagentur; nicht selten wird dessen/deren Initiative vom Betrieb forciert.

Assistierte Ausbildung (AsA)

Ein weiteres Regelinstrument ist die Assistierte Ausbildung.
In diesem Ausbildungsmodell bietet der Bildungsträger als dritter Partner passende Vorbereitungs- und Unterstützungsangebote sowohl für die Auszubildenden als auch für die Ausbildungsbetriebe an. Berufsvorbereitung und Ausbildung werden verknüpft und der individuellen Situation der Auszubildenden angepasst. Zwei zentrale Aspekte der Assistierten Ausbildung sind das Normalitätsprinzip und das Dienstleistungsprinzip.

Der Gesetzgeber eröffnet mit § 130 SGB III die Möglichkeit, das Instrument der Assistierten Ausbildung landesspezifisch zu modifizieren. Im Folgenden werden nun Beispiele spezifischer Landeskonzepte vorgestellt.

Weitere Informationen

  • Landeskonzept Sachsen: Vorrang für duale Ausbildung
    Die Förderung zielt darauf ab, bestehende Fachkräftepotenziale besser auszuschöpfen. Junge Erwachsene, die sich aufgrund diverser Vermittlungshemmnisse oder individueller Problemlagen bislang nicht in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren konnten, sollen in eine betriebliche Ausbildung geführt und während der Ausbildung begleitet werden.
  • Landeskonzept Sachsen-Anhalt: Zukunftschance Assistierte Ausbildung
    Das Land Sachsen-Anhalt hat auf Basis des § 130 SGB III ein Landeskonzept zur Assistierten Ausbildung entwickelt. Im Programm sollen weitere Zielgruppen und Angebote einbezogen sowie um eine Qualitätsoffensive erweitert werden.
  • Landeskonzept Brandenburg: Assistierte Ausbildung Brandenburg
    Mit dem Landesprogramm soll eine noch flexiblere, ergänzende Ausbildungsvorbereitung ermöglicht werden, mit der auch zeitlich begrenzte Problemlagen (zum Beispiel Wohnungssuche, Anforderungen an Mobilität zur Erreichbarkeit der Ausbildungsorte und die Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie) behandelt werden können.

Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)

Jugendliche ohne betrieblichen Ausbildungsplatz können in der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung einen alternativen Ausbildungsweg finden. Der Ausbildungsvertrag wird nicht mit einem Betrieb, sondern mit einem Bildungsträger geschlossen. Erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder, Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte begleiten die Jugendlichen während der gesamten Ausbildungsdauer. Das Unterstützungsangebot der Bundesagentur für Arbeit (BA) richtet sich sowohl an Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Ausbildung als auch an Ausbildungsabbrecherinnen und Ausbildungsabbrecher.

Die Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung kann in Form von zwei unterschiedlichen Modellen absolviert werden: im Kooperativen Modell oder im Integrativen Modell. Im Kooperativen Modell wird ein Kooperationsvertrag mit einem kooperierenden Betrieb geschlossen. Somit können fachpraktische Teile der Ausbildung durch den Kooperationsbetrieb durchgeführt werden. Im Integrativen Modell hingegen führt der Bildungsträger sowohl die fachtheoretischen als auch die fachpraktischen Teile der Ausbildung durch.

Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB)

Die Verzahnte Ausbildung ist ein inklusives Ausbildungsmodell und wird von den Berufsbildungswerken (BBW) angeboten: Gemeinsam mit Betrieben bilden die Berufsbildungswerke junge Menschen mit Behinderung aus. Dabei wird die hohe Fachkompetenz der BBW bei der Ausbildung junger Menschen mit der Praxis in den Betrieben verzahnt. Bis zu 18 Monate ihrer Ausbildung können die Auszubildenden direkt in den Betrieben absolvieren. Dadurch wird die Ausbildung praxisnäher und erhöht somit die Chancen, nach Abschluss der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu finden. Die betrieblichen Phasen werden durch individuelle Unterstützungsangebote von den Berufsbildungswerken begleitet. Da das Berufsbildungswerk der Träger der Ausbildung ist, müssen die Betriebe weder die Kosten der Ausbildungsvergütung noch die Sozialversicherungsbeiträge tragen.

Begleitete betriebliche Ausbildung (bbA)

Dieses Angebot der betrieblichen Ausbildungsförderung wurde im Jahr 2012 von der Bundesagentur für Arbeit (BA) eingeführt und richtet sich an junge Menschen mit Behinderung, die Hilfe und Unterstützung auf dem Ausbildungsweg benötigen. Für die begleitete betriebliche Ausbildung (bbA) wird ein Bildungsträger beauftragt, der während der gesamten Ausbildungsdauer sowohl den Betrieben als auch den Auszubildenden zur Verfügung steht. Es werden individuelle Förderpläne entwickelt und umgesetzt, um Menschen mit Behinderung einen praxisorientierten Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Die Ausbildung findet im Betrieb statt und umfasst neben der Arbeit im Betrieb auch das Lernen in der Berufsschule. Die begleitete betriebliche Ausbildung versucht durch Hilfestellungen einen reibungslosen Ablauf und den Erfolg der Ausbildung zu gewährleisten und damit zur dauerhaften Integration auf dem Arbeitsmarkt beizutragen.

Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen (VerA)

VerA ist ein Förderinstrument des Bundes in der Initiative Bildungsketten und richtet sich an diejenigen, die in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stoßen und über einen Ausbildungsabbruch nachdenken. Das Angebot trägt dazu bei, Ausbildungsabbrüche zu verhindern und Jugendliche auf ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu unterstützen. Auf Wunsch begleiten lebens-  und berufserfahrene Expertinnen und Experten des Senior Experten Service (SES) junge Menschen während ihrer Ausbildung und leisten individuelle Hilfe. SES-Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter sind Profis im Ruhestand, die Auszubildende ehrenamtlich unterstützen: Sie stehen für fachliche Fragen zur Verfügung, begleiten Übungen für die Berufspraxis, unterstützen in der Prüfungsvorbereitung, fördern soziale Kompetenzen und Lernmotivation, kümmern sich um den Ausgleich sprachlicher Defizite und stärken das Verhältnis zwischen Auszubildenden und Ausbildern.

Einblicke in die Praxis

Stilisierter Filmstreifen mit Bildern aus dem Film über "Carpo"

Assistierte Ausbildung am Beispiel "Carpo"
Das Modell der assistierten Ausbildung lief in Baden-Württemberg über 20 Jahre unter dem Titel "Carpo". Ein Film lässt Auszubildende, Betriebe, Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter zu Wort kommen und veranschaulicht damit, worum es in dem Projekt "Carpo" geht: um eine Dienstleistung, von der Betrieb und Azubi profitieren.

Ausbilder und Auszubildende an einer Werkbank im Wuppermann Bildungswerk
Bild: Wuppermann Bildungswerk

Auftragsausbildung - Praxisbericht
Die Wuppermann Bildungswerk GmbH bietet Unternehmen in der Region Leverkusen Dienstleistungen rund um die Ausbildung an. Die Auftragsausbildung bietet die Möglichkeit, die Ausbildung individuell und flexibel zu gestalten - und so auch Jugendliche mit ungünstigen Voraussetzungen erfolgreich auszubilden. Unternehmen beauftragen diesen Bildungsdienstleister mit der Durchführung fachspezifischer Ausbildungsmodule oder sogar der gesamten Ausbildung gemäß dem entsprechenden betrieblichen Ausbildungsplan.

Die lila Auszubildende – ein Beispiel zur Teilzeitberufsausbildung
Junge Eltern brauchen besondere Rahmenbedingungen, um die Anforderungen einer Ausbildung und die Erziehung eines Kindes unter einen Hut zu bringen - eine Teilzeitausbildung gibt ihnen die Möglichkeit dazu. Ausbildungshemmnisse auf beiden Seiten kann man mit kreativen Ideen überwinden. Unser Beispiel aus dem JOBSTARTER-Programm macht Mut dazu.

Zwei Frauen sitzen an einem Tisch und sprechen miteinander
Bild: IN VIA

Jobcoaching IN VIA - Praxisbericht
Wer eine Förderschule besucht, hat es nicht leicht, einen Ausbildungsplatz zu finden. Mit Jobcoaching, einem sehr praxisorientierten Ansatz der individuellen Begleitung, hat IN VIA Köln darum im Jahr 2014 begonnen, junge Menschen in eine geeignete, reguläre Ausbildung zu bringen und sie dabei so zu unterstützen, dass sie diese Ausbildung auch abschließen.

Ausbildungshemmnisse und -probleme aus unterschiedlichen Perspektiven

  • BIBB: Passungsprobleme
    Seit dem Jahr 2014 zeichnen sich zunehmend Passungsprobleme ab und verändern das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Ausbildungsmarkt. Diese BWP-Ausgabe befasst sich insbesondere mit der Frage, welche Folgen sich daraus für die Rekrutierung von Fach- und Nachwuchskräften aber auch für Jugendliche bei der Suche nach Ausbildungsstellen ergeben.
  • DGB Ausbildungsreport 2018
    Diese Umfrage der Jugendabteilung des DGB-Bundesvorstands zeigt, wo aus Sicht der Auszubildenden Probleme in der Ausbildungssituation auftreten. Der Schwerpunkt des diesjährigen Berichts liegt auf dem Thema "Arbeitszeit": Flexibilisierungsdruck, ständige Erreichbarkeit oder regelmäßige Schichtarbeit begleiten viele Auszubildende in ihrem Arbeitsalltag.
  • DIHK-Ausbildungsumfrage 2018 (PDF)
    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat erneut Unternehmen zu ihren Ausbildungserfahrungen befragt. Die Ergebnisse dieser Online-Unternehmensbefragung zeigen, wie sich die gegenwärtige Ausbildungssituation aus Sicht der Unternehmen darstellt.
  • Ausbildungsstudie 2017 (PDF)
    Die McDonald´s Ausbildungsstudie, durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach, untersuchte, vor welchen Herausforderungen Jugendliche und junge Erwachsene bei der Berufswahl stehen. Die biografische Bedeutung der Berufswahl steige, und dadurch werde die Unsicherheit über die richtige Entscheidung immer größer.
  • FGW-Studie: Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt
    Das veränderte Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt führt zu wachsenden Passungsproblemen: Warum lehnen Betriebe Bewerber ab, auch wenn Ausbildungsstellen dann unbesetzt bleiben? Warum nutzen Jugendliche vorhandene Ausbildungsangebote nicht? Die Studie des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung beschäftigt sich unter anderem mit diesen Fragen.

"Jede Maßnahme muss zu einem Abschluss führen"

Matthias Anbuhl, DGB-Vorstandsmitglied

Videointerview mit Matthias Anbuhl
Im Interview äußert sich der Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim DGB-Bundesvorstand, Matthias Anbuhl, zum Modell der assistierten Ausbildung, zu den Maßnahmen des Übergangs allgemein und zur Ausbildungsgarantie, die der DGB fordert.

"Goldene Zeiten" für Ausbildungsplatzsuchende?

Stefan Sell

Videointerview mit Prof. Stefan Sell
Stefan Sell ist Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften, Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz - und ein Freund klarer Worte. Wir haben ihn dazu befragt, wie mehr Jugendliche aus dem Übergangssystem von der guten Lage auf dem Ausbildungsmarkt profitieren können.

Weitere Möglichkeiten der Ausbildungsgestaltung

Teilzeitberufsausbildung

Die Teilzeitberufsausbildung ist ein flexibles Ausbildungsmodell, das seit 2005 im Berufsbildungsgesetz (BBiG) verankert ist. Dieses Modell führt zu einem vollwertigen Berufsabschluss und kann grundsätzlich in allen anerkannten Berufen des dualen Ausbildungssystems absolviert werden. Familiäre Verpflichtungen oder individuelle Lebensumstände erschweren Alleinerziehenden, jungen Müttern und Vätern mit Betreuungspflichten oder Menschen mit Pflegeaufgaben die Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie. Die Teilzeitberufsausbildung bietet Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Ausbildung und schafft für Betroffene Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsabschluss.
Dieses Ausbildungsmodell bietet nicht nur Vorteile für die Auszubildenden, sondern auch für Arbeitgeber und Gesellschaft, denn erfolgreiche Ausbildungsverläufe eröffnen berufliche Perspektiven, von denen alle Beteiligten profitieren.
Es sind grundsätzlich zwei Varianten der Teilzeitberufsausbildung möglich. Welche Variante letztendlich gewählt wird, ist vom Einzelfall abhängig.

  • Teilzeitberufsausbildung ohne Verlängerung der Ausbildungsdauer: Wenn die Ausbildungszeit einschließlich des Berufsschulunterrichts zwischen 25 und 40 Wochenstunden umfasst, wird die Ausbildung in der regulären Ausbildungsdauer absolviert.
  • Teilzeitberufsausbildung mit Verlängerung der Ausbildungsdauer: Die Ausbildungsdauer wird verlängert, wenn die wöchentliche Ausbildungszeit bei 20 Stunden liegt. Die Verlängerung beträgt i.d.R. ein Jahr.

Wenn Ausbildungsinteressierte einen passenden Ausbildungsbetrieb für die Teilzeitberufsausbildung gefunden haben, müssen der Ausbildungsbetrieb und die Auszubildende/der Auszubildende diese gemeinsam bei der zuständigen Stelle beantragen, denn die Entscheidung wird letztendlich von den zuständigen Kammern getroffen.

Um den aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt zu entsprechen, strebt die Bundesregierung einige Änderungen des BBiG an, die zum 01.01.2020 in Kraft treten sollen. In einem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurden auch Änderungen in den Regelungen zur Teilzeitberufsausbildung festgeschrieben (§§ 7a, 8), beispielsweise in Bezug auf die Voraussetzungen für eine Berufsausbildung in Teilzeit.

Verbundausbildung

Bei der Verbundausbildung handelt es sich um ein Kooperationsmodell. Insbesondere kleine und mittlere, aber auch hochspezialisierte Betriebe verfügen häufig nicht über die Kapazitäten, um alle geforderten Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Deshalb organisieren sie sich in Verbänden und kooperieren mit anderen Betrieben oder mit Bildungsträgern. Die Verbundausbildung bietet kleinen, mittleren und hochspezialisierten Betrieben die Möglichkeit, Teile der Ausbildung, die sie selber nicht anbieten können, auf mehrere Akteure zu verteilen. Dadurch können mehr Fachkräfte ausgebildet und die Zukunft dieser Betriebe gesichert werden.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie eine Verbundausbildung gestaltet werden kann:

  • Ausbildung in einem Leitbetrieb mit Partnerbetrieb
  • Auftragsausbildung
  • Ausbildung mit einem Ausbildungsverein
  • Ausbildungskonsortium

Externes Ausbildungsmanagement

Die Ausbildung junger Menschen bietet Betrieben die Möglichkeit, den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) ist dies von zentraler Bedeutung. Doch gerade in diesen Betrieben fehlt es oft an Zeit und Personal, um sich intensiver mit dem Thema Ausbildung zu beschäftigen. Nicht selten stellt es eine große Herausforderung dar. Durch externes Ausbildungsmanagement werden die Betriebe nach Bedarf von der Aufnahme über die Durchführung bis zum Abschluss der Ausbildung begleitet. Das externe Ausbildungsmanagement ist ein Service, das viele JOBSTARTER-Projekte als Dienstleistung anbieten. Die Projekte machen Regelinstrumente bekannt und entwickeln individuelle Hilfsangebote: Sie helfen Betrieben, in die Ausbildung einzusteigen, ihr Ausbildungsengagement zu steigern und erfolgreich auszubilden.

Ausbildungsunterstützung durch Patenmodelle

Ein Vorläufermodell der professionell unterstützten Ausbildung sind Patenmodelle, die durch ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer getragen werden. Patenschafts- und Mentoringprojekte bieten die Möglichkeit einer individuellen und unbürokratischen Unterstützung und Förderung. Häufig werden diese Modelle von Trägern der konfessionellen Wohlfahrtsverbände angeboten.

Begleitmaterialien

  • JOBSTARTER: Arbeitshilfe Ausbildungsmarketing
    Die Arbeitshilfe stellt Instrumente des Ausbildungsmarketings vor, die von JOBSTARTER-Projekten in der Praxis erfolgreich umgesetzt wurden. Die Maßnahmen sind auch für kleine Betriebe geeignet und unterstützen diese zielgerichtet dabei, Fachkräftenachwuchs zu gewinnen.
  • Forschungsinstitut Berufliche Bildung: Ausbildernetz
    Das Ausbildernetz bietet den Ausbildungsverantwortlichen in Unternehmen ein Informationsangebot für jede Phase der Ausbildung. Die angebotenen Materialien sind in verschiedenen Projekten des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung in Nürnberg zusammen mit Unternehmen entwickelt worden.
  • Praxisleitfaden: Azubis suchen und finden (PDF)
    Vor allem KMU haben oft nicht die Zeit und das Personal, um aufwendige Auswahlverfahren zur Rekrutierung von Auszubildenden durchzuführen. Dieser Praxisleitfaden der Stadt Offenbach unterstützt dabei, Jugendliche über Ausbildungsberufe und offene Stellen zu informieren und sie anzusprechen.
  • Inbas: Passende Auszubildende finden und auswählen
    Diese Handreichung enthält Empfehlungen für Ausbildungsverantwortliche zu den Themen Ausbildungsmarketing und Auswahlverfahren. Am Beispiel der Metall- und Elektroindustrie wird aufgezeigt, wie KMU passende Auszubildende finden können.
  • Starter-Kit: Gute Ausbildung von Anfang an (PDF)
    Die im Projekt AusbildungsMEISTER im Modellversuchs-Förderschwerpunkt "Qualitätsentwicklung und -sicherung in der betrieblichen Berufsausbildung" des BIBB entwickelte und bereits in KMU erprobte Arbeitsunterlage unterstützt Handwerksbetriebe bei der Strukturierung des Ausbildungsbeginns.
  • Initiative: Stark für die Ausbildung
    Das Projekt Stark für Ausbildung der DIHK-Bildungs-GmbH und der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk richtet sich an ausbildendes Personal und möchte bei der Integration schwächerer Jugendlicher in Ausbildung unterstützen.
  • Ausbilderhandbuch
    Das Ausbilderhandbuch der Initiative Stark für Ausbildung zum Download (PDF).
    Dateigröße: 7,59 MB

BIBB-Publikationen

Deutlich mehr Ausbildungsplatzangebote, jedoch erneut mehr unbesetzte Plätze

Trotz steigender Ausbildungsangebote wachsen Versorgungs- und Besetzungsprobleme. Die Autoren analysieren die Ausbildungsmarktsituation und gehen den Ursachen der Passungsprobleme nach.
BIBB

Zuletzt aktualisiert am 24.06.2019nach oben

 
 
 

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