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Flüchtlinge - Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration

Dossier

Für die Eingliederung von Flüchtlingen in Deutschland sind eine erfolgreiche berufliche Qualifizierung und die Integration in den Arbeitsmarkt von grundlegender Bedeutung. Angesichts der hohen Zugangszahlen und unterschiedlicher schulischer und beruflicher Vorbildung stellen sich die Anforderungen, die damit für alle Beteiligten verbunden sind, mit besonderer Dringlichkeit.

Mit Blick auf die Berufsbildung geht es insbesondere um Fragen nach der Förderung deutscher Sprachkenntnisse und der Feststellung beruflicher Kompetenzen, um Beratungs- und Qualifizierungsangebote sowie Kenntnisse über Rechtsvorschriften, die den Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt und die damit verbundenen Fördermaßnahmen regeln. Das vorliegende Dossier  enthält eine Zusammenstellung von Dokumenten und Artikeln, die für die Arbeit hilfreich sein sollen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Jens Dieckmann
RA Jens Dieckmann © ueberaus

Interview mit RA Jens Dieckmann

Wer als Flüchtling in Deutschland einen Beruf erlernen oder arbeiten will, hat eine Vielzahl rechtlicher Vorschriften zu beachten. Jens Dieckmann, Anwalt für Ausländer- und Asylrecht, erläutert die wichtigsten Bestimmungen des Integrationsgesetzes, das am 06.08.2016 in Kraft getreten ist, und ihre Bedeutung für die Praxis. (Stand: Dezember 2016).

Was bringt das Integrationsgesetz?

Interkulturelle Kompetenz und Integration

Asubilder und jugendlicher Migrant stehen lächelnd nebeneinander
© ueberaus

Basisartikel

In dem Artikel von Monika Bethscheider geht es um Herausforderungen, die im Betrieb bei der Vermittlung beruflicher Fähigkeiten entstehen. Sie legt dar, dass eine Fokussierung auf kulturelle Aspekte der Interaktion mit Flüchtlingen nicht zur besseren Verständigung führt, wenn es zu Konflikten kommen sollte.

Interkulturelle Kompetenz und Integration im Betrieb

"Early Intervention"

Junge Migrantinnen und Migranten im Gespräch, an einem Tisch sitzend
© Igor Mojzes/Fotolia

Projektbericht

Erklärtes Ziel von Early Intervention ist es, Flüchtlinge möglichst frühzeitig – also noch während des laufenden Asylverfahrens – in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder in individuell passende Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration einzubeziehen. Inwiefern dies gelingen kann, zeigt ein Praxisbeispiel aus dem Modellstandort Bremen.

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

Projekte

  • BWP: Flüchtlinge im Bauhandwerk: Integration durch Teilhabe
    Im Pilotprojekt »FAB - Flüchtlinge und Asylbewerber im Bauhandwerk« werden auf der Lehrbaustelle Bebra handwerkliche Grundfertigkeiten vermittelt. Im Idealfall mündet die praxisorientierte Förderung und Begleitung in ein festes Ausbildungsverhältnis. Der Beitrag von Hubert Lorenz aus der BWP (2/2015) beschreibt Entwicklung, Durchführung und Ziele der Maßnahme.
  • Berliner Initiative ARRIVO
    Berliner Betriebe, vornehmlich aus Handwerk und Industrie, aber auch aus anderen Bereichen, wie bspw. dem Pflege- und Gesundheitssektor, bieten interessierten Flüchtlingen während eines drei- bis sechswöchigen Praktikums Einblicke in ihren Betriebsalltag. Ziel des Praktikums ist das gegenseitige Kennenlernen. Das Arrivo-Team vermittelt die Flüchtlinge. Es steht in engem Kontakt mit Flüchtlingsberatungsstellen sowie Einrichtungen des Berliner Netzwerks für Bleiberecht.
  • Berliner Start-up für Flüchtlinge "Cucula"
    CUCULA ist Verein, Werkstatt und Schulprogramm für und mit Flüchtlingen. Die Berliner CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design ist ein Modellbetrieb, der Flüchtlinge dabei unterstützt, sich selber eine berufliche Zukunft zu bauen. Dafür sollen fünf Ausbildungsstipendien und ein Startbudget für den CUCULA-Betrieb gewonnen werden. Die pfiffige Idee klingt interessant, scheint aber nicht als Modell für viele andere Betriebe zu taugen.
  • Ausbildungscoaching bei der GrünBau gGmbH
    Das Ausbildungscoaching der GrünBau gGmbH umfasst u.a. die Analyse von Fähigkeiten und Ausbildungswünschen der Flüchtlinge sowie die Begleitung des gesamten Bewerbungsprozesses. Hinzu kommen die Klärung der ausländerrechtlichen Situation, ggf. die Beantragung einer Ausbildungserlaubnis, die Klärung der Finanzierung des Lebensunterhalts sowie die Vermittlung von ausbildungsbegleitenden Hilfen und eine Betreuung während der Ausbildung.
  • So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch
    In der frei verfügbaren Publikation von Werner Schiffauer, Anne Eilert und Marlene Rudloff (Hg.) werden 90 wegweisende Projekte analysiert, die sich seit dem Sommer 2015 aufgrund der steigenden Anzahl von Geflüchteten in Deutschland gebildet haben oder die als bereits existierende Projekte originelle Antworten auf die neuen Herausforderungen entwickelt haben.

Erfahrungen in der dualen Ausbildung

  • Tipps von Unternehmern für Unternehmer (PDF)
    Wer Mitarbeiter sucht und sich vorstellen kann, einen geflüchteten Menschen einzustellen, für den sind die Erfahrungen von Arbeitgebern, die schon Flüchtlinge beschäftigen, eine wichtige Informationsquelle. 21 Betriebe aus 5 Bundesländern, von der Tischlerei über den Metallbau bis zum Handel, haben ihre Erfahrungen zu diesem Ratgeber beigetragen. Er wendet sich an Inhaberinnen und Inhaber von kleinen und mittelständischen Unternehmen.
  • "Das ist für uns schon ein Experiment" (PDF)
    Im Rahmen verschiedener Interviews erhob Frauke Meyer in Hamburg, wie Betriebe, die Flüchtlinge und Asylsuchende ausbilden, deren Teilhabechancen beurteilen, welche Bedeutung ihrer Meinung nach dem Flluchthintergrund zukommt, welche Wissenslücken und Bildungsbedarfe im Verlauf der Ausbildung aufgrund ihrer Erfahrung sichtbar werden und welche Kooperations- und Begleitsysteme aus ihrer Sicht flankiert werden sollten. Das Schlusskapitel enthält daraus resultierende Empfehlungen.

Programme

  • jmd2start – Begleitung für junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst
    Im Modellprojekt "jmd2start – Begleitung für junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst" beraten über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 24 Standorten der Jugendmigrationsdienste (JMD) speziell junge Flüchtlinge. jmd2start ist in allen Bundesländern vertreten und bei bestehenden Jugendmigrationsdiensten eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten Beratung in verschiedenen Sprachen an und berücksichtigen stets den gesamten Lebenszusammenhang der jungen Menschen.
  • G.I.B. - Junge Geflüchtete - Übersicht über zentrale Angebote zur Integration
    Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B.) hat eine umfassende Übersicht über zentrale Angebote zur Integration junger Geflüchteter in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erarbeitet. Die Arbeitshilfe verschafft eine schnelle Übersicht über zentrale Förderinstrumente des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundes und der Bundesagentur für Arbeit. Da die Übersicht viele bundesweite Programme berücksichtigt, ist sie deutschlandweit für alle Akteure, die sich der Arbeitsmarktintegration Geflüchteter angenommen haben, von Interesse.
  • Berufsorientierung für Flüchtlinge
    Mit der „Berufsorientierung für Flüchtlinge - BOF“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten junge Flüchtlinge vertiefte Einblicke in Ausbildungsberufe des Handwerks. Während der gesamten Maßnahme werden sie fachsprachlich qualifiziert und von einem Projektbegleiter individuell unterstützt. BOF gliedert sich in Werkstatttage, welche in Lehrwerkstätten in geschütztem Raum stattfinden, und eine anschließende Betriebsphase.

BIBB-Publikationen

Titelseite "Geflüchtete und berufliche Bildung"

WDP: Geflüchtete und berufliche Bildung

2015 und 2016 sind rund 1,2 Millionen Menschen als Schutzsuchende in Deutschland registriert worden. Ihre Integration stellt die berufliche Bildung vor große Herausforderungen. Ein wissenschaftliches Diskussionspapier des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) beleuchtet dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven.
BIBB

Hintergrundinformationen

Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland

  • Stiftung Mercator: Einblicke in die Lebenssituation von Flüchtlingen
    Welche Themen sprechen Flüchtlinge von sich aus an, wenn man sie fragt, wie es ihnen in Deutschland bisher ergangen ist? Was ist ihnen wichtig?  Welche sozialen Kontakte haben sie und welche Bedeutung hat dabei ehrenamtliches Engagement? Diese und andere Fragen untersucht eine Studie des SVR-Forschungsbereichs und der Robert Bosch Stiftung.
  • BAMF: Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge in Deutschland
    Die große BAMF-Flüchtlingsstudie beschäftigt sich mit der Lebenssituation von anerkannten Flüchtlingen in Deutschland. Sie enthält Informationen zu soziodemographischen Merkmalen, der Qualifikationsstruktur, der Arbeitsmarktbeteiligung sowie den Zukunftsorientierungen und Wünschen von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen.
  • Fluchtort Hamburg: Behinderung im Kontext von Migration und Flucht  (PDF)
    Der Zugang zu Leistungen für Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete ist im Schnittpunkt des Aufenthalts- und Behindertenrechts geregelt. Der vorliegende Beratungsleitfaden soll den Einstieg in die Thematik erleichtern und einen Überblick über sozialrechtliche Leistungen für die verschiedenen Migrantengruppen ermöglichen.
  • SVR: Wie gelingt Integration (PDF) neu
    Diese Studie des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) und der Robert Bosch Stiftung stellt die Perspektive von Asylsuchenden auf ihre Lebenslagen und Teilhabeperspektiven in Deutschland dar. In Interviews wurden 62 Flüchtlinge, also keine repräsentative Gruppe, befragt.

Zuwanderung und Arbeitsmarkt

  • IAB-Kurzbericht 14/2017 (PDF)
    Hier werden erste Erfahrungen der Betriebe mit Geflüchteten der Jahre 2014/2015 dargestellt sowie Hemmnisse und mögliche Erfolgsfaktoren bei ihrer Arbeitsmarktintegration untersucht. Bis zum vierten Quartal 2016 haben fast zehn Prozent der Betriebe bereits erste Erfahrungen mit Geflüchteten gesammelt.
  • IAB-Kurzbericht 1/2015 (PDF)
    Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Ausbildung von Geduldeten: Für den Arbeitsmarkt ein Gewinn, für die jungen Fluchtmigranten eine Chance - so lautet der Titel des IAB-Kurzberichts. Er berücksichtigt nicht mehr die jüngsten Rechtsänderungen, gibt aber einen guten Einblick in die Umsetzungspraxis der beteiligten Behörden.
  • Friedrich Ebert Stiftung: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen
    Matthias Knuth untersucht einerseits die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und Programme für Flüchtlinge (Stand Herbst 2016) und andererseits die Förderansätze jenseits der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmelogiken. Aus seinen Analysen entwickelt er Reformvorschläge für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen.
  • OECD: Integration von Zuwanderern
    Diese OECD-Publikation ist eine auf Ebene aller EU- und OECD-Länder durchgeführte internationale Vergleichsstudie der Situation der Zuwanderer und ihrer Kinder. Hier werden unter anderem Integrationsindikatoren betrachtet sowie Schlüsselindikatoren für die Arbeitsmarktteilnahme von Migranten untersucht, die eine wichtige Komponente für ihre soziale Inklusion darstellen.
  • OECD: Nach der Flucht: Der Weg in die Arbeit neu
    Welche Erfahrungen haben deutsche Unternehmen in den letzten Jahren in der Arbeitsmarktintegration gemacht?Gemeinsam mit dem BMAS und dem DIHK hat die OECD zu diesen Fragen eine Umfrage unter Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Die Studie enthält zudem Politikempfehlungen zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen.

Zugang zu Praktika, Ausbildung, Beschäftigung

Dunkelhäutiges Händepaar, rechte Hand zeichnet Linie auf Metallplatte
© alho007/Fotolia

GGUA: Praktika für Asylbewerber und geduldete Personen
Die in dieser Kurzübersicht der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. (GGUA) dargestellten Regelungen gelten ausschließlich für Asylsuchende und geduldete Personen. Sie gelten nicht für Menschen, die als Flüchtlinge anerkannt worden sind und eine „Aufenthaltserlaubnis“ aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen erhalten haben. Diese dürfen jede Beschäftigung annehmen.

  • GGUA: Wann müssen Ausländerbehörde und/oder Arbeitsagentur (nicht) zustimmen?
    Sehr nützlich ist auch die tabellarische Übersicht der GGUA. Ob eine Arbeitserlaubnis erforderlich bzw. eine Zustimmung zur Beschäftigung für ein Praktikum für Personen mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung notwendig ist, wird hier auf einen Blick beantwortet.
  • Der Paritätische: Ausbildungsduldung – Praxistipps und Hintergründe
    Der Paritätische Gesamtverband legt eine Arbeitshilfe zur Ausbildungsduldung nach § 60a Abs. 2 S. 4 ff. mit Praxistipps und Hintergründen vor. Die Arbeitshilfe zeigt den Stand zum 1. Februar 2017. Am 06. August 2016 ist das Integrationsgesetz in Kraft getreten, mit welchem erstmals ausdrücklich der Anspruch auf Erteilung einer Duldung zum Zweck der Ausbildung ins Aufenthaltsgesetz aufgenommen wurde. Die Arbeitshilfe soll dieser Regelung größtmögliche Wirksamkeit verleihen.
  • G.I.B.INFO 3_16: Berufliche Ausbildung für junge Flüchtlinge
    Der Beitrag von Mona Granato und Frank Neises befasst sich mit den Qualifizierungsbedarfen junger Flüchtlinge sowie Wegen und Möglichkeiten zu ihrer Integration in berufliche Ausbildung. Wo liegen die Bedarfe bei der Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung und in der Ausbildung selbst? Wie kann Bildungspolitik hier unterstützend wirken? Welche Ansätze bestehen bereits und welche können weiter ausgebaut werden?
  • BA/BDA/BAMF: Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen
    In dieser Informationen für Arbeitgeber der Bundesagentur für Arbeit, die gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge herausgegeben wurde, wird für die Einstellung von Flüchtlingen geworben. Sie  zeigt Betrieben in komprimierter Weise, wie sie vorgehen müssen, wenn sie Geflüchtete beschäftigen wollen und welche Unterstützungsmöglichkeiten die BA bietet.
  • BA: Zugang zum Arbeitsmarkt und Leistungen des SGB II und III für Migranten
    Die Tabelle der Bundesagentur für Arbeit (Stand Januar 2016) enthält eine Übersicht über mögliche Sozialleistungen und Förderungen von Asylsuchenden mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus. Herausgeber ist die Bundesagentur für Arbeit in Osnabrück, die rechtlich beraten wurde durch den Caritasverband für die örtliche Diözese.
  • Caritas: Rahmenbedingungen von Praktika und ähnlichen betrieblichen Tätigkeiten
    In der Arbeitshilfe des Caritasverbands Osnabrück für Unternehmen, Arbeitsverwaltung und Beratungsstellen (Stand Januar 2016) werden verschiedene Praktikumsarten und sonstige Tätigkeiten definiert und ihre jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen beschrieben.
  • Der Paritätische: Zugang zu Berufsausbildung und Ausbildungsförderung
    Der Paritätische Gesamtverband hat ebenfalls eine Handreichung für Fachkräfte veröffentlicht. Die Broschüre enthält einen Überblick über ausgewählte Förderinstrumente und ausbildungsfördernde Leistungen. Im Anschluss daran werden die ausländerrechtlichen Voraussetzungen zur Ausbildungsförderung je nach Aufenthaltsstatus dargestellt. Die Broschüre basiert auf der ab dem 1. Januar 2017 geltenden Rechtslage.
  • BMAS: Flüchtlinge - Ein Leitfaden zu Arbeitsmarktzugang und -förderung
    Der Leitfaden richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsverwaltung. Flüchtlinge sind inzwischen ein fester Bestandteil des Kundenspektrums der Agenturen für Arbeit, der Jobcenter bzw. der zugelassenen kommunalen Träger. Daraus ergeben sich für die Entscheidungsträger in den Verwaltungen zahlreiche Fragen, die in der Broschüre beantwortet werden sollen. Sie wurde vom „Berliner Netzwerk für Bleiberecht bridge“ erstellt.

Berufsorientierung

  • Bundesagentur für Arbeit: Berufsorientierung junger Geflüchteter unterstützen
    Das Heft von planet-beruf.de der Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt Lehrende und Berufsorientierungs-Coaches bei der Begleitung junger Geflüchteter während der Berufsorientierung. Unter dem Stichwort "Vernetzt handeln" werden die verschiedenen Förder- und Hilfsangebote auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene vorgestellt

Konzepte an Berufsschulen

Praxisbericht neu

Um das bundesweite Angebot für junge Zugewanderte auf Landesebene zu erweitern und den Eintritt für die jungen Menschen in die Arbeitswelt zu erleichtern, hat das Land Niedersachsen die bestehenden Fördermöglichkeiten ausgebaut und das Projekt SPRINT ins Leben gerufen. 
SPRINT - Sprache und Integration

  • Beschulung von berufsschulpflichtigen Flüchtlingen an bayerischen Berufsschulen
    Diese Handreichung des Bayerischen Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung soll für Lehrkräfte in Bayern, die in diesem Bereich neu unterrichten, aber auch für erfahrene Lehrkräfte ein hilfreiches Nachschlagewerk sein und sie bei der Planung des Berufsschulunterrichts und bei der Lernorganisation unterstützen.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

  • Bundesfachverband umF
    Der Bundesfachverband umF ist das zentrale Netzwerk von Akteuren, die mit unbegleiteten Minderjährigen arbeiten. Hier findet man wichtige Informationen zum Verfahren der Umverteilung der Jugendlichen und Kinder und zur Alterseinschätzung. Der Verband hat Kriterien formuliert, die vor Ort erfüllt sein müssen, damit eine dem Kindeswohl gerecht werdende Betreuung der Minderjährigen gesichert werden kann.
  • Bertelsmann Stiftung: Sprache lernen mit Herz und Hand
    In diesem von der Bertelsmann Stiftung geförderten Projekt bauten heranwachsende männliche Geflüchtete innerhalb einer Woche ein Drachenboot. Naben den handwerklichen Tätigkeiten wurden gleichzeitig die Sprachkompetenz und die Sozialkompetenz der Jugendlichen gefördert.

Fortbildungen für Fachkräfte

  • Zertifikatslehrgang Flüchtlingssozialarbeit
    Der Zertifikatslehrgang "Flüchtlingssozialarbeit" an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt ist ein auf die Soziale Arbeit mit Flüchtlingen ausgerichtetes, anwendungsbezogenes und berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm. Es werden Kompetenzen im Flüchtlings- und Migrationskontext als Handlungsfeld Sozialer Arbeit vermittelt. Auch die Arbeit mit der Aufnahmegesellschaft wird adressiert.
  • Weiterbildung "Soziale Arbeit mit Geflüchteten"
    Die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) bietet eine neue berufliche Weiterbildung an, die vermittelt, wie in der Sozialen Arbeit gezielt mit Geflüchteten gearbeitet und auf deren Bedürfnisse eingegangen werden kann. Die kostenpflichtige Weiterbildung ist modular aufgebaut, so dass einzelne Module besucht  oder Module nach Bedarf kombiniert werden können. „Soziale Arbeit mit geflüchteten Menschen“ startet am 23. März 2017 an der Frankfurt UAS und erstreckt sich über  13 Monate.

Positionen

  • Konrad-Adenauer-Stiftung: Zielland Deutschland (PDF)
    "Menschen, die zu uns kommen und sich integrieren, tragen dazu bei, wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand in unserem Land langfristig zu sichern. Die Organisation der Einwanderung nach Deutschland und hohe Flüchtlingszahlen stellen Politik und Gesellschaft aber auch vor Probleme. Für ihre Lösung brauchen wir eine informierte Debatte. Die Fakten und Hintergründe dieser Broschüre sollen dazu einen Beitrag leisten."
  • DIHK: "Hemmnisse weiter abbauen" neu
    Bei ihrem Einsatz für die Eingliederung asylsuchender Menschen stehen Kammern und Betriebe vor vielen Hürden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat zu Beginn des Jahres 2017 elf Vorschläge zusammengestellt, die das Engagement der Wirtschaft erleichtern könnten.
  • ZDH-Präsident: "Flüchtling ist kein Beruf"
    Flüchtlinge dürfen in Deutschland nicht zum Nichtstun verurteilt werden. In einen Interview mit der Süddeutschen Zeitung fordert Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer daher neben unmittelbarem Deutschunterricht auch ein humanitäres Bleiberecht für ausbildungsfähige Jugendliche: "Wer eine dreijährige Ausbildung anfängt, muss zwei weitere Jahre hier bleiben dürfen. Dann ist der Betrieb zusätzlich motiviert, diese jungen Menschen einzustellen."
  • BDA: Siebzehn Punkte für eine nachhaltige Integrationspolitik
    Der Arbeitgeberverband hat 17 Punkte zusammengetragen, die den weiteren Handlungsbedarf widerspiegeln, um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Hierzu gehören die zügige Integration in vorhandene Bildungs- und Ausbildungsangebote, aber zum Beispiel auch die Abschaffung des Beschäftigungsverbots in der Zeitarbeit sowie der Ausbau der Teilzeitberufsausbildung.
  • Erklärung der Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung (PDF)
    Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung wollen sich gemeinsam für die Perspektiven von Flüchtlingen in Deutschland einsetzen. Denn dabei komme es darauf an, dass Maßnahmen von Bund, Wirtschaft, Gewerkschaften und Ländern intensiv untereinander abgestimmt und aufeinander bezogen werden.
  • GEW: Sprachoffensive für Einwanderer dringend erforderlich
    Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) und der Bundesverband der Träger Beruflicher Bildung (BBB) sehen als Träger der Integrationskurse dringenden Reformbedarf. Sie verlangen u. a., dass der Integrationskurs geöffnet wird für Asylsuchende und Geduldete.
  • IAB Bericht: Asyl- und Flüchtlingsmigration in die EU und nach Deutschland (PDF)
    Der aktuelle Bericht aus dem IAB beschreibt einerseits die Entwicklung weltweit und in der EU und andererseits die Situation in Deutschland, er beschreibt die Sozial- und Bildungsstruktur der Asylbewerber und Flüchtlinge und den Stand ihrer Arbeitsmarktintegration. Schließlich beschäftigt er sich mit politischen Handlungsoptionen.
  • Ergänzende Handlungsbedarfe aus Sicht der BAGFW
    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) möchte auf dringenden Handlungsbedarf hinweisen, der in der aktuellen Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen nicht oder nicht ausreichend Berücksichtigung findet, wie z. B. die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen, die Sicherstellung der Bedarfe besonders schutzbedürftiger Asylsuchender und die Einführung einer flächendeckenden Asylverfahrensberatung.

Für die alltägliche Unterstützung

  • Verbraucherzentrale: Infos für Flüchtlingshelfer
    Die Verbraucherzentrale NRW hat in einem eigenen Portal Wissenswertes zusammengestellt, was Engagierte in der Flüchtlingshilfe den Neuankömmlingen für den Verbraucheralltag mit an die Hand geben können. Wie ein Girokonto eingerichtet wird, wenn kein Pass vorhanden ist, welche Fallen bei Haustürgeschäften lauern können oder wie die Rundfunkbeitragspflicht geregelt ist – so liest sich ein kleiner Auszug der Tipps und Themen aus den Seiten für Flüchtlingshelfer.

Zuletzt aktualisiert am 15.11.2017nach oben

 
 
 

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Sprache und Kultur in der Ausbildung

Videoclips zu sprachlichen und kulturellen Konflikten veranschaulichen die unterschiedliche Wahrnehmung der Beteiligten.