Redaktion

Flüchtlinge - Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration

Dossier

Für die Eingliederung von Flüchtlingen in Deutschland sind eine erfolgreiche berufliche Qualifizierung und die Integration in den Arbeitsmarkt von grundlegender Bedeutung. Angesichts der hohen Zugangszahlen und unterschiedlicher schulischer und beruflicher Vorbildung stellen sich die Anforderungen, die damit für alle Beteiligten verbunden sind, mit besonderer Dringlichkeit.

Mit Blick auf die Berufsbildung geht es insbesondere um Fragen nach der Förderung deutscher Sprachkenntnisse und der Feststellung beruflicher Kompetenzen, um Beratungs- und Qualifizierungsangebote sowie Kenntnisse über Rechtsvorschriften, die den Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt und die damit verbundenen Fördermaßnahmen regeln. Das vorliegende Dossier enthält eine Zusammenstellung von Dokumenten und Artikeln, die für die Arbeit hilfreich sein sollen.

Die ausländerrechtlichen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Regelungen unterliegen einem rasanten Wandel. Im Sommer 2019 wurde ein umfassendes Migrationspaket verabschiedet, das neben der Erwerbsmigration auch die Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen betrifft. Mit den gesetzlichen Änderungen verfolgt die Bundesregierung zwei Ziele: eine erleichterte Ausweisung abgelehnter Asylbewerberinnen und Asylbewerber, aber auch eine erleichterten Zugang von Fachkräften zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Insbesondere die Ausbildungsduldung soll den Zugang von Flüchtlingen zu Qualifizierung und Beschäftigung verbessern.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Videointerview mit Jens Dieckmann
Das sog. Migrationspaket enthält eine Vielzahl von Gesetzesänderungen, die zum 1.1.2020 in Kraft traten. Insbesondere mit der Ausbildungsduldung sind vielfach Hoffnungen auf einen erleichterten Zugang von Flüchtlingen zu Qualifizierung und Beschäftigung verbunden. Im Videointerview erläutert Rechtsanwalt Jens Dieckmann die wichtigsten Regelungen und ihre Bedeutung für die Praxis.

Interkulturelle Kompetenz und Integration

Asubilder und jugendlicher Migrant stehen lächelnd nebeneinander

Der Schlüssel für gelingende Integration im Betrieb?
Eine grundlegende Voraussetzung für die Integration von Flüchtlingen ist, dass sie arbeiten und ihre Existenz eigenständig sichern können. Monika Bethscheider beschreibt Herausforderungen, die im Betrieb bei der Vermittlung beruflicher Fähigkeiten entstehen. Sie legt dar, dass eine Fokussierung auf kulturelle Aspekte der Interaktion nicht zur besseren Verständigung führt, wenn es zu Konflikten kommt.

Beispiele guter Praxis

Ehrenamtliche beraten Flüchtlinge
Beratungssituation bei AsA e.V.

Verlässliche Orte - Der Verein AsA
Der Bonner Verein "Ausbildung statt Abschiebung" hilft jungen Flüchtlingen dabei, ihren Alltag in Deutschland und die für ihre Zukunft so wichtige berufliche Qualifizierung zu meistern – unabhängig vom Stand des Asylverfahrens. Der Verein wird so zum verlässlichen Ort für Menschen, die sich in einer unsicheren Lebenssituation ganz neu orientieren müssen.

Junge Migrantinnen und Migranten im Gespräch, an einem Tisch sitzend
Bild: Igor Mojzes/Fotolia

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen
Erklärtes Ziel des Projekts "Early Intervention" ist es, Flüchtlinge möglichst frühzeitig – also noch während des laufenden Asylverfahrens – in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder in individuell passende Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration einzubeziehen. Inwiefern das gelingen kann, zeigt ein Praxisbeispiel aus dem Modellstandort Bremen.

Projekte

  • Sprach- und Qualifizierungszentrum für Zugewanderte in Bochum: QUAZ.RUHR
    „Alles unter einem Dach“ lautet das Motto von QUAZ.RUHR. Derzeit stehen über 300 Plätze für Menschen mit Migrationshintergrund in der ehemaligen Ausbildungswerkstatt von Opel zur Verfügung. Sie haben dort die Chance, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, sich parallel in verschiedenen Berufsfeldern praktisch zu erproben, zu qualifizieren und mit der Hilfe von Jobcoachs den Weg in die Arbeitswelt zu finden.
  • BWP: Flüchtlinge im Bauhandwerk – Integration durch Teilhabe
    Im Pilotprojekt "FAB - Flüchtlinge und Asylbewerber im Bauhandwerk" werden auf der Lehrbaustelle Bebra handwerkliche Grundfertigkeiten vermittelt. Im Idealfall mündet die praxisorientierte Förderung und Begleitung in ein festes Ausbildungsverhältnis. Der Beitrag von Hubert Lorenz aus der BWP (2/2015) beschreibt Entwicklung, Durchführung und Ziele der Maßnahme.
  • Berliner Initiative ARRIVO
    Berliner Betriebe, vornehmlich aus Handwerk und Industrie, aber auch aus anderen Bereichen, wie bspw. dem Pflege- und Gesundheitssektor, bieten interessierten Flüchtlingen während eines drei- bis sechswöchigen Praktikums Einblicke in ihren Betriebsalltag. Ziel des Praktikums ist das gegenseitige Kennenlernen. Das Arrivo-Team vermittelt die Flüchtlinge. Es steht in engem Kontakt mit Flüchtlingsberatungsstellen sowie Einrichtungen des Berliner Netzwerks für Bleiberecht.
  • Berliner Start-up für Flüchtlinge "Cucula"
    CUCULA ist Verein, Werkstatt und Schulprogramm für und mit Flüchtlingen. Die Berliner CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design ist ein Modellbetrieb, der Flüchtlinge dabei unterstützt, sich selber eine berufliche Zukunft zu bauen. Dafür sollen fünf Ausbildungsstipendien und ein Startbudget für den CUCULA-Betrieb gewonnen werden. Die pfiffige Idee klingt interessant, scheint aber nicht als Modell für viele andere Betriebe zu taugen.
  • So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch
    In der frei verfügbaren Publikation von Werner Schiffauer, Anne Eilert und Marlene Rudloff (Hg.) werden 90 wegweisende Projekte analysiert, die sich seit dem Sommer 2015 aufgrund der steigenden Anzahl von Geflüchteten in Deutschland gebildet haben oder die als bereits existierende Projekte originelle Antworten auf die neuen Herausforderungen entwickelt haben.

BIBB-Publikationen

Titelseite der Publikation "Persönliche Situation von Geflüchteten"

Persönliche Situation von Geflüchteten

Diese Publikation beinhaltet Auswertungen zur Soziodemografie, Wohnsituation und zum Sprachniveau von Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerbern auf Basis der BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie 2018.
BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie 2018

Erfahrungen in der dualen Ausbildung

Dima Zito
Traumatherapeutin Dima Zito

Einschätzbare Situationen geben Sicherheit
Wenn junge Menschen auf der Flucht viele belastende Erfahrungen gemacht haben, vielleicht von ihren Familien getrennt sind, werden Ausbilderinnen und Ausbilder Bezugspersonen und Vorbilder. Dima Zito spricht im Videointerview über die stabilisierende Wirkung einer Ausbildung. Sie sagt: Ausbilderinnen und Ausbilder müssen keine Therapeuten sein, um Unterstützung zu geben.

  • Ausbildung – Integration in den Betrieb (PDF)
    Das Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge (NUiF) gibt in dieser  Broschüre Antworten auf Fragen rund um die Ausbildung von Menschen mit Fluchthintergrund sowie Informationen, Tipps und eine Übersicht externer Anlaufstellen, die praktische Unterstützung anbieten. Beispiele aus Mitgliedsunternehmen zeigen, wie erfolgreiche individuelle und praktische Lösungen zur Unterstützung Geflüchteter während der Ausbildung aussehen können.
  • Tipps von Unternehmern für Unternehmer (PDF)
    Wer Mitarbeiter sucht und sich vorstellen kann, einen geflüchteten Menschen einzustellen, für den sind die Erfahrungen von Arbeitgebern, die schon Flüchtlinge beschäftigen, eine wichtige Informationsquelle. 21 Betriebe aus 5 Bundesländern, von der Tischlerei über den Metallbau bis zum Handel, haben ihre Erfahrungen zu diesem Ratgeber beigetragen. Er wendet sich an Inhaberinnen und Inhaber von kleinen und mittelständischen Unternehmen.
  • "Das ist für uns schon ein Experiment" (PDF)
    Im Rahmen verschiedener Interviews erhob Frauke Meyer in Hamburg, wie Betriebe, die Flüchtlinge und Asylsuchende ausbilden, deren Teilhabechancen beurteilen, welche Bedeutung ihrer Meinung nach dem Flluchthintergrund zukommt, welche Wissenslücken und Bildungsbedarfe im Verlauf der Ausbildung aufgrund ihrer Erfahrung sichtbar werden und welche Kooperations- und Begleitsysteme aus ihrer Sicht flankiert werden sollten. Das Schlusskapitel enthält daraus resultierende Empfehlungen.
  • Arbeitshilfe: "Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung" (PDF)
    Der Weg in die Ausbildung und das erfolgreiche Absolvieren derselben ist für viele Geflüchtete noch mit großen Hürden verbunden. Wenn keine oder zu wenig Ausbildungsvergütung gezahlt wird, kann es sogar dazu kommen, dass eine Ausbildung abgebrochen werden muss, weil das Existenzminimum nicht gesichert ist. Hinweise zu dieser Problematik gibt eine Arbeitshilfe des Paritätischen Gesamtverbands.

Programme

  • überaus-Datenbank Förderprogramme
    Unser Datenbestand enthält Informationen zu Förderprogrammen und -initiativen aus Bund, Ländern und EU. Sie betreffen die Handlungsfelder Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Ausbildung, Übergänge und Nachqualifizierung. Diese Übersicht zeigt die Programme, die speziell Angebote für Flüchtlinge machen.
  • Berufsorientierung für Flüchtlinge
    Mit der "Berufsorientierung für Flüchtlinge – BOF" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden junge nicht mehr schulpflichtige Geflüchtete und Zugewanderte mit Unterstützungsbedarf auf ihrem Weg in eine Ausbildung unterstützt. Während der BOF-Kurse lernen die Teilnehmenden Fachsprache und Fachkenntnisse für den angestrebten Ausbildungsberuf und werden von einer Begleiterin oder einem Begleiter individuell unterstützt. BOF-Kurse finden in Lehrwerkstätten und Betrieben statt.
  • G.I.B.: Junge Geflüchtete – Übersicht über zentrale Angebote zur Integration
    Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B.) hat eine umfassende Übersicht über zentrale Angebote zur Integration junger Geflüchteter in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erarbeitet. Die Arbeitshilfe verschafft eine schnelle Übersicht über zentrale Förderinstrumente des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundes und der Bundesagentur für Arbeit. Da die Übersicht viele bundesweite Programme berücksichtigt, ist sie deutschlandweit für alle Akteure, die sich der Arbeitsmarktintegration Geflüchteter angenommen haben, von Interesse.
  • Wirtschaft integriert
    Hessen fördert mit seiner Landesinitiative "Wirtschaft integriert" die Integration von jungen Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund in eine duale Ausbildung. "Wirtschaft integriert" führt über eine nahtlose Förderkette aus drei Projektphasen bis zum Ausbildungsabschluss: Berufsorientierung, Einstiegsqualifizierung und Ausbildungsbegleitung mit jeweils integrierter Sprach- und Lernförderung sowie Integrationsunterstützung.

Hintergrundinformationen

Sachverständigenrat deutscher Stifungen für Integration und Migration

  • SVR-Jahresgutachten 2019
    Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) analysiert in seinen jährlichen Gutachten empirische Daten sowie politische Maßnahmen in den Themenfeldern Integration und Migration. Das aktuelle Jahresgutachten 2019 zum Schwerpunkt Flüchtlingspolitik untersucht die entsprechenden Entwicklungen und gesetzlichen Veränderungen in den letzten Jahren und zeigt zukünftige Handlungsanforderungen auf.
  • Einblicke in die Lebenssituation von Flüchtlingen (PDF)
    Welche Themen sprechen Flüchtlinge von sich aus an, wenn man sie fragt, wie es ihnen in Deutschland bisher ergangen ist? Was ist ihnen wichtig?  Welche sozialen Kontakte haben sie und welche Bedeutung hat dabei ehrenamtliches Engagement? Diese und andere Fragen untersucht eine Studie des SVR-Forschungsbereichs und der Robert Bosch Stiftung.
  • Wie gelingt Integration (PDF)
    Diese Studie des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) und der Robert Bosch Stiftung stellt die Perspektive von Asylsuchenden auf ihre Lebenslagen und Teilhabeperspektiven in Deutschland dar. In Interviews wurden 62 Flüchtlinge, also keine repräsentative Gruppe, befragt.
  • Jugendliche Flüchtlinge an segregierten Schulen (PDF)
    Viele junge Flüchtlinge haben bisher kaum Kontakt zu Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund. Schuld daran ist die Segregation, die sich in der deutschen Schullandschaft seit Jahren abzeichnet. Insbesondere in städtischen Ballungsräumen bestehen Klassenzimmer mittlerweile überwiegend aus Jugendlichen, die selbst oder deren Eltern nach Deutschland zugewandert sind.

Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland

  • Soziale Rechte für Flüchtlinge (PDF)
    Das Migrationspaket 2019 enthält zahlreiche Gesetzesänderungen, die sich sowohl auf die rechtliche Situation geflüchteter Menschen als auch auf die ihrer Beraterinnen und Berater auswirken. Die vorliegende Aktualisierung der Arbeitshilfe des Paritätischen gibt die Rechtslage ab dem 01.01.2020 wieder und liefert zahlreiche Tipps für die Beratungspraxis.
  • Neu anfangen: Tipps für geflüchtete Jugendliche (PDF)
    Junge Geflüchtete, die gemeinsam mit ihren Familien nach Deutschland gekommen sind, finden in dieser Broschüre wichtige Informationen zu ihrer ersten Zeit in Deutschland: Welche Rechte haben Jugendliche in Deutschland und wie kann man diese durchsetzen? Welche Perspektiven und Möglichkeiten gibt es für Schule, Ausbildung, Studium und Beruf? Wo und wie können junge Geflüchtete und ihre Familien Unterstützung, Hilfe und Beratung finden?
  • DJI: Ankommen nach der Flucht (PDF)
    Die DJI-Studie "Unbegleitete und begleitete minderjährige Flüchtlinge – Lebenslagen, Bedarfe, Erfahrungen und Perspektiven aus Sicht der Jugendlichen" startete im Herbst 2015 und diente als Ausgangspunkt für eine längerfristig angelegte Studie zur Untersuchung der Entwicklungen dieser Jugendlichen.
  • BAMF: Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge in Deutschland
    Die große BAMF-Flüchtlingsstudie beschäftigt sich mit der Lebenssituation von anerkannten Flüchtlingen in Deutschland. Sie enthält Informationen zu soziodemographischen Merkmalen, der Qualifikationsstruktur, der Arbeitsmarktbeteiligung sowie den Zukunftsorientierungen und Wünschen von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen.
  • Fluchtort Hamburg: Behinderung im Kontext von Migration und Flucht (PDF)
    Der Zugang zu Leistungen für Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete ist im Schnittpunkt des Aufenthalts- und Behindertenrechts geregelt. Der vorliegende Beratungsleitfaden soll den Einstieg in die Thematik erleichtern und einen Überblick über sozialrechtliche Leistungen für die verschiedenen Migrantengruppen ermöglichen.
  • IQ-Netzwerk: Leitfaden zu § 17a Aufenthaltsgesetz (PDF)
    Die Fachstellen "Beratung und Qualifizierung" und "Einwanderung" des IQ-Netzwerks haben in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Leitfaden zu der Anwendung des § 17a Aufenthaltsgesetz herausgegeben, der die beteiligten Akteure mit einem Überblick über die Zuständigkeiten und Schnittstellen im Verfahren unterstützen soll.

Zuwanderung und Arbeitsmarkt

  • IAQ-Report: Integration von jugendlichen Geflüchteten (PDF)
    Bei der Integration junger Geflüchteter in den Arbeitsmarkt haben sich in den letzten Jahren Unterstützungsstrukturen gebildet. Doch inwieweit gilt dies auch für lebensweltliche Aspekte, also das soziale Umfeld mit der jeweiligen Wohnsituation, der Mobilität, der kulturellen Teilhabe oder dem Bereich der Gesundheit? Dies untersuchte das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.
  • IAB-Kurzbericht 4/2020 (PDF)
    Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass unter den Geflüchteten, die seit 2013 nach Deutschland gekommen sind, rund jeder Zweite fünf Jahre nach seiner Ankunft erwerbstätig ist. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während bei den Männern fünf Jahre nach dem Zuzug 57 Prozent in den Arbeitsmarkt integriert sind, liegt der Anteil unter den Frauen bei lediglich 29 Prozent.
  • BMFSFJ: Monitor Familienforschung - Berufseinstieg von geflüchteten Müttern (PDF)
    Der Monitor Familienforschung gibt Auskunft über demografische Eckdaten geflüchteter Frauen und zeigt, welche Ausgangsqualifikationen und Berufserfahrungen, welche Sprachkenntnisse und welche Berufswünsche sie aufweisen. Auch die Erkenntnisse aus dem ESF-Bundesprogramm "Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein", werden in dieser Publikation vorgestellt.
  • BAfF: Traumasensibler Umgang mit Geflüchteten
    Flüchtlinge haben häufig traumatisierende Erfahrungen gemacht. Wie können Fachkräfte und ehrenamtlich Engagierte damit umgehen? Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) hat einen Praxisleitfaden mit praktischen Hilfen für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen herausgegeben.
  • Fast Lane - Lern- und Lehrmaterial aus europäischer Zusammenarbeit
    Das Projekt Fast Lane bietet Praxismaterial zur Kompetenzfeststellung. Dieses modular gestaltete Material richtet sich u.a. an Bildungseinrichtungen, Sprachschulen und Arbeitgeber, um die Kompetenzen von Flüchtlingen möglichst schnell zu erfassen und daraus individuelle Fördermaßnahmen abzuleiten.
  • IAB-Kurzbericht 14/2017 (PDF)
    Hier werden erste Erfahrungen der Betriebe mit Geflüchteten der Jahre 2014/2015 dargestellt sowie Hemmnisse und mögliche Erfolgsfaktoren bei ihrer Arbeitsmarktintegration untersucht. Bis zum vierten Quartal 2016 haben fast zehn Prozent der Betriebe bereits erste Erfahrungen mit Geflüchteten gesammelt.
  • IAB-Kurzbericht 1/2015 (PDF)
    Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Ausbildung von Geduldeten: Für den Arbeitsmarkt ein Gewinn, für die jungen Fluchtmigranten eine Chance - so lautet der Titel des IAB-Kurzberichts. Er berücksichtigt nicht mehr die jüngsten Rechtsänderungen, gibt aber einen guten Einblick in die Umsetzungspraxis der beteiligten Behörden.
  • Friedrich Ebert Stiftung: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen
    Matthias Knuth untersucht einerseits die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und Programme für Flüchtlinge (Stand Herbst 2016) und andererseits die Förderansätze jenseits der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmelogiken. Aus seinen Analysen entwickelt er Reformvorschläge für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen.
  • OECD: Integration von Zuwanderern
    Diese OECD-Publikation ist eine auf Ebene aller EU- und OECD-Länder durchgeführte internationale Vergleichsstudie der Situation von Zugewanderten und ihren Kindern. Hier werden unter anderem Integrationsindikatoren betrachtet sowie Schlüsselindikatoren für die Arbeitsmarktteilnahme von Migranten untersucht, die eine wichtige Komponente für ihre soziale Inklusion darstellen.
  • OECD: Das Potential von Migranten nutzen
    Die OECD-Studie untersucht wie Berufsbildungssysteme am besten auf die Chancen und Herausforderungen der Zuwanderung reagieren können. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf Deutschland: Die Kernfrage untersucht den Umstand, wie Deutschland mit den 1,5 Millionen Flüchtlingen umgegangen ist, die in den Jahren 2015 und 2016 zugewandert sind.
  • BMFSFJ/DIHK: Perspektiven bieten - Berufseinstieg geflüchteter Frauen
    Mit der Praxishilfe für Unternehmen "Perspektiven bieten - so gelingt der Berufseinstieg geflüchteter Frauen in Ihr Unternehmen" wollen das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) und der DIHK die Potenziale geflüchteter Frauen und Mütter als künftige Mitarbeiterinnen in Unternehmen aufzeigen. So findet man darin hilfreiche Informationen, Praxistipps sowie passende Ansprechpersonen rund um die Beschäftigung von weiblichen Flüchtlingen.
  • Bertelsmann Stiftung: Bürgerschaftliches Engagement (PDF)
    Die Studie zeigt anhand von fünf lokalen Fallstudien, dass freiwilliges Engagement eine erfolgversprechende Ressource zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen darstellt: Es gebe ein Potenzial, mehr Menschen in Arbeit zu bringen, wenn man die Kraft des zivilgesellschaftlichen Engagements in das lokale Management zur Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit integriere.

Zugang zu Praktika, Ausbildung, Beschäftigung

Dunkelhäutiges Händepaar, rechte Hand zeichnet Linie auf Metallplatte
Bild: alho007/Fotolia

KOFA: Flüchtlinge einstellen
Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) liefert einen Überblick über die Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten für Flüchtlinge und zeigt unter anderem auf, wie Unternehmen Kontakte zu Flüchtlingen aufnehmen können, was bei der Ausbildung zu beachten und was bei der Aufnahme einer Beschäftigung zu berücksichtigen ist.

  • G.I.B.INFO 3_16: Berufliche Ausbildung für junge Flüchtlinge
    Der Beitrag von Mona Granato und Frank Neises befasst sich mit den Qualifizierungsbedarfen junger Flüchtlinge sowie Wegen und Möglichkeiten zu ihrer Integration in berufliche Ausbildung. Wo liegen die Bedarfe bei der Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung und in der Ausbildung selbst? Wie kann Bildungspolitik hier unterstützend wirken? Welche Ansätze bestehen bereits und welche können weiter ausgebaut werden?
  • BMAS: Förderung von Berufsausbildung und Ausbildungsvorbereitung (PDF)
    Ab dem 01. August 2019 können mehr Ausländerinnen und Ausländer Leistungen der Ausbildungsförderung nutzen: Durch das Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz ist ihr Zugang zur Förderung von Berufsausbildung und Ausbildungsvorbereitung nach dem SGB III und dem SGB II von Grund auf neugestaltet, stark vereinfacht und deutlich ausgeweitet worden.
  • Caritas: Rahmenbedingungen von Praktika und ähnlichen betrieblichen Tätigkeiten
    In der Arbeitshilfe des Caritasverbands Osnabrück für Unternehmen, Arbeitsverwaltung und Beratungsstellen (Stand Januar 2016) werden verschiedene Praktikumsarten und sonstige Tätigkeiten definiert und ihre jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen beschrieben.
  • Fachstelle IQ: Zugang zu Arbeits- und Ausbildungsförderung (PDF)
    Die Fachstelle Integration durch Qualifizierung (IQ) liefert einen Überblick über die Instrumente der Arbeits- und Ausbildungsförderung. Die tabellarische Übersicht enthält die ausländerrechtlichen Voraussetzungen zur Ausbildungsförderung je nach Aufenthaltsstatus. Die Darstellung beruht auf der im Sommer 2019 geltenden Gesetzeslage.
  • ESF: Flüchtlinge - Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen und Jobcenter (PDF)
    Flüchtlinge sind inzwischen ein fester Bestandteil des Kundenspektrums der Agenturen für Arbeit, der Jobcenter bzw. der zugelassenen kommunalen Träger. Daraus ergeben sich für die Entscheidungsträger in den Verwaltungen zahlreiche Fragen. Der überarbeitete und aktualisierte Leitfaden "Flüchtlinge" soll den Einstieg in die Thematik verbessern und einen schnellen Überblick geben.
  • IAB-Forum: Ausbildung kann Bleibeperspektiven verbessern
    Eine berufliche Ausbildung erhöht nicht nur die Arbeitsmarktchancen junger Flüchtlinge und Geduldeter. Sie kann außerdem dazu beitragen, ihren Aufenthalt in Deutschland rechtlich zu festigen – selbst auf lange Sicht. Mit einer Reihe an aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen kommt der Gesetzgeber so auch Betrieben entgegen, die Auszubildende und Fachkräfte benötigen.
  • IN VIA: Handreichung für die Arbeit mit jungen Geflüchteten (PDF)
    Im Rahmen des Projekts AfIn ("Ausbildung fördern, Integration sichern") hat IN VIA eine Broschüre für die Arbeit mit jungen Geflüchteten entwickelt. Darin werden Praxiserfahrungen des Projekts reflektiert, gebündelt und ausgewertet und daraus Empfehlungen und Forderungen für die Jugendsozialarbeit abgeleitet. Handlungsbedarfe werden ausführlich und leicht nachvollziehbar dargestellt.

Berufsorientierung

  • Interkulturelle Sensibilität in der Berufsorientierung (PDF)
    Durch die große Heterogenität der teilnehmenden Jugendlichen haben sich die interkulturellen Anforderungen in der Berufsorientierung deutlich erhöht. Diese Broschüre des Berufsorientierungsprogramms (BOP)liefert Anregungen, eigene selbstverständliche Vorstellungen zu hinterfragen, den Blick auf die jeweils anderen zu erweitern und Schritt für Schritt praxisrelevante interkulturelle Handlungskompetenzen aufzubauen.
  • Berufsorientierung und -vorbereitung für Zugewanderte
    Der Praxisleitfaden soll Bildungsträger bei einer zuverlässigen und kultursensiblen Auswahl von Kursteilnehmenden unterstützen. Er wurde im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Programms "Berufsorientierung für Flüchtlinge" von Autorinnen und Autoren des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) im Auftrag des BIBB erstellt.
  • Bundesagentur für Arbeit: Berufsorientierung junger Geflüchteter unterstützen
    Das Heft von planet-beruf.de der Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt Lehrende und Berufsorientierungs-Coaches bei der Begleitung junger Geflüchteter während der Berufsorientierung. Unter dem Stichwort "Vernetzt handeln" werden die verschiedenen Förder- und Hilfsangebote auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene vorgestellt.
  • Junge Geflüchtete für die duale Berufsausbildung gewinnen (PDF)
    Wie kann man junge Geflüchtete für die duale Berufsausbildung gewinnen und optimal beraten? Dazu gibt JOBSTARTER eine Arbeitshilfe heraus, die sich an Beratungspersonal richtet. In der Broschüre, die auch konkrete Ideen aus der Projektpraxis vorstellt, geht es um drei Themenkreise: "Motivieren: Vorteile der dualen Ausbildung", "Informieren: Darstellung des dualen Ausbildungssystems" und "Unterstützen: Wege in die Ausbildung".

Konzepte an Berufsschulen

Schülerinnen und Schüler der BBS Borkum
Schülerinnen und Schüler der BBS Borkum

SPRINT – Sprache und Integration
Um das bundesweite Angebot für junge Zugewanderte auf Landesebene zu erweitern und den Eintritt für die jungen Menschen in die Arbeitswelt zu erleichtern, hat das Land Niedersachsen die bestehenden Fördermöglichkeiten ausgebaut und das Projekt SPRINT ins Leben gerufen. Unser Praxisbericht stellt das Projekt vor. Das Bild zeigt Schülerinnen und Schüler der BBS Borkum.

  • Beschulung von berufsschulpflichtigen Flüchtlingen an bayerischen Berufsschulen
    Diese Handreichung des Bayerischen Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung soll für Lehrkräfte in Bayern, die in diesem Bereich neu unterrichten, aber auch für erfahrene Lehrkräfte ein hilfreiches Nachschlagewerk sein und sie bei der Planung des Berufsschulunterrichts und bei der Lernorganisation unterstützen.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

  • IAB: Ausbildung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (PDF)
    "Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern oder andere Erziehungsberechtigte in Deutschland Schutz suchen, gelten als besonders schutzwürdige Gruppe [...] Der IAB-Kurzbericht informiert über die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und präsentiert Befunde zu Chancen und Risiken bei ihrem Weg in Ausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
  • BAGLJAE: Handlungsempfehlungen zum Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen (PDF)
    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter gibt Handlungsempfehlungen zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus. Dabei geht es um Verteilungsverfahren, Maßnahmen der Jugendhilfe und Clearingverfahren.
  • Bundesfachverband umF
    Der Bundesfachverband umF ist das zentrale Netzwerk von Akteuren, die mit unbegleiteten Minderjährigen arbeiten. Hier findet man wichtige Informationen zum Verfahren der Umverteilung der Jugendlichen und Kinder und zur Alterseinschätzung. Der Verband hat Kriterien formuliert, die vor Ort erfüllt sein müssen, damit eine dem Kindeswohl gerecht werdende Betreuung der Minderjährigen gesichert werden kann.
  • Bertelsmann Stiftung: Sprache lernen mit Herz und Hand
    In diesem von der Bertelsmann Stiftung geförderten Projekt bauten heranwachsende männliche Geflüchtete innerhalb einer Woche ein Drachenboot. Naben den handwerklichen Tätigkeiten wurden gleichzeitig die Sprachkompetenz und die Sozialkompetenz der Jugendlichen gefördert.

Fortbildung für Fachkräfte

  • Forum "Hohenheimer Tage" zum Ausländerrecht
    Diese jeweils Ende Januar stattfindende Veranstaltung ist seit 1985 ein Forum, das sich an Wissenschaftler(innen) und Praktiker(innen) aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens wendet, die mit Fragen der Migration und der Migranten zu tun haben. Das Interesse der Hohenheimer Tage richtet sich auf eine humanitäre und zukunftsfähige Ausgestaltung dieses Politikbereiches. Die Hohenheimer Tage werden von den beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie sowie vom DGB-Landesbezirk getragen.

Positionen

  • DIHK: "Hindernisse beseitigen"
    Bei ihrem Einsatz für die Eingliederung asylsuchender Menschen stehen Kammern und Betriebe vor vielen Hürden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat acht Vorschläge zusammengestellt, die das Engagement der Wirtschaft erleichtern könnten.
  • ZDH-Präsident: "Flüchtling ist kein Beruf"
    Flüchtlinge dürfen in Deutschland nicht zum Nichtstun verurteilt werden. In einen Interview mit der Süddeutschen Zeitung fordert Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer daher neben unmittelbarem Deutschunterricht auch ein humanitäres Bleiberecht für ausbildungsfähige Jugendliche: "Wer eine dreijährige Ausbildung anfängt, muss zwei weitere Jahre hier bleiben dürfen. Dann ist der Betrieb zusätzlich motiviert, diese jungen Menschen einzustellen."
  • BDA: Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt voranbringen
    Der Arbeitgeberverband hat Punkte zusammengetragen, die den weiteren Handlungsbedarf widerspiegeln, um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Hierzu gehören unter anderem die Schaffung von Klarheit für das Bleiberecht, eine zielgenaue Stärkung des Zugangs zu Bildung von Geflüchteten sowie die Rechts- und Planungssicherheit in der Ausbildung.
  • Erklärung der Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung (PDF)
    Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung wollen sich gemeinsam für die Perspektiven von Flüchtlingen in Deutschland einsetzen. Denn dabei komme es darauf an, dass Maßnahmen von Bund, Wirtschaft, Gewerkschaften und Ländern intensiv untereinander abgestimmt und aufeinander bezogen werden.
  • GEW: Sprachoffensive für Einwanderer dringend erforderlich
    Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) und der Bundesverband der Träger Beruflicher Bildung (BBB) sehen als Träger der Integrationskurse dringenden Reformbedarf. Sie verlangen u. a., dass der Integrationskurs geöffnet wird für Asylsuchende und Geduldete.
  • Was Betriebe tun, damit die Einstellung von Geflüchteten zum Erfolg führt
    Betriebe, die Flüchtlinge einstellen, werden mit unterschiedlichen Fragen konfrontiert: Wie sind die Berufserfahrungen und Qualifikationen der Geflüchteten einzuschätzen? Wie gut sind ihre berufsbezogenen Deutschkenntnisse? Wie ist ihre Bleibeperspektive? In zwei fallstudienbasierten Untersuchungen des IAB haben Betriebe berichtet, wie sie mit derartigen Unsicherheiten umgehen.
  • Was wissen wir über die Erwerbstätigkeit von Geflüchteten in Deutschland?
    Menschen, die zwischen 2013 und 2016 nach Deutschland geflüchtet sind, ist die Integration in den Arbeitsmarkt schneller gelungen, als dies bei früher Geflüchteten der Fall war. Das zeigen im IAB-Kurzbericht 4/2020 veröffentlichte aktuelle Analysen. Herbert Brücker und Yuliya Kosyakova haben im IAB-Forum wichtige Fragen und Antworten rund um die Studie zusammengestellt.
  • Längere Asylverfahren verzögern Integration und Spracherwerb (PDF)
    Der IAB-Bericht untersucht, inwiefern die Dauer des Asylverfahrens und der aktuelle Asylstatus die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten beeinflussen. Es werden unter anderem direkte Effekte wie rechtliche Beschränkungen der Beschäftigungsmöglichkeiten während des Verfahrens sowie indirekte Effekte wie Investitionen in die deutsche Sprache analysiert.
  • Berufsbezogene Sprachförderung erhöht die Beschäftigungschancen deutlich
    Eine wesentliche Voraussetzung für die Integration von Migranten in Arbeitsmarkt und Gesellschaft sind ausreichende Sprachkenntnisse. Diese werden in Deutschland in einer Vielzahl an verschiedenen Sprachkursen vermittelt. Eine Studie des IAB zeigt, dass ein Programm zur berufsbezogenen Sprachförderung, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge angeboten wird, den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erheblich erleichtert.
  • Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten besser als erwartet
    Um mehr darüber zu erfahren, wie sich die Situation von geflüchteten Menschen in Deutschland entwickelt, wird seit 2016 eine repräsentative Längsschnittbefragung von Geflüchteten durchgeführt. Im Interview mit der Redaktion des IAB-Forum zeigen sich Herbert Brücker und Yuliya Kosyakova, die für das IAB an der Studie beteiligt waren, von einigen Ergebnissen der zweiten Befragungswelle selbst überrascht.
  • Asyl- und Flüchtlingsmigration in die EU und nach Deutschland
    Der aktuelle Bericht aus dem IAB beschreibt einerseits die Entwicklung weltweit und in der EU und andererseits die Situation in Deutschland, er beschreibt die Sozial- und Bildungsstruktur der Asylbewerber und Flüchtlinge und den Stand ihrer Arbeitsmarktintegration. Schließlich beschäftigt er sich mit politischen Handlungsoptionen.
  • Ergänzende Handlungsbedarfe aus Sicht der BAGFW (PDF)
    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) möchte auf dringenden Handlungsbedarf hinweisen, der in der aktuellen Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen nicht oder nicht ausreichend Berücksichtigung findet, wie z. B. die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen, die Sicherstellung der Bedarfe besonders schutzbedürftiger Asylsuchender und die Einführung einer flächendeckenden Asylverfahrensberatung.
  • Konrad-Adenauer-Stiftung: Zielland Deutschland (PDF)
    "Menschen, die zu uns kommen und sich integrieren, tragen dazu bei, wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand in unserem Land langfristig zu sichern. Die Organisation der Einwanderung nach Deutschland und hohe Flüchtlingszahlen stellen Politik und Gesellschaft aber auch vor Probleme. Für ihre Lösung brauchen wir eine informierte Debatte. Die Fakten und Hintergründe dieser Broschüre sollen dazu einen Beitrag leisten."

Ehrenamtliche Unterstützung

  • VHS-Ehrenamtsportal
    An Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe richtet sich ein Webangebot des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e. V. (DVV). Interessierte finden in dem Internetportal hilfreiche Tipps und Materialien für die Flüchtlingsarbeit, unter anderem zu den Themen "Deutsch lernen", "Asylrecht", "Interkulturelle Kommunikation" und "Herkunftsländer". Unter "Meine Rolle im Ehrenamt" finden sich Anregungen zur Reflexion.
  • Verbraucherzentrale: Infos für Flüchtlingshelfer
    Die Verbraucherzentrale NRW hat in einem eigenen Portal Wissenswertes zusammengestellt, was Engagierte in der Flüchtlingshilfe den Neuankömmlingen für den Verbraucheralltag mit an die Hand geben können. Wie ein Girokonto eingerichtet wird, wenn kein Pass vorhanden ist, welche Fallen bei Haustürgeschäften lauern können oder wie die Rundfunkbeitragspflicht geregelt ist – so liest sich ein kleiner Auszug der Tipps und Themen aus den Seiten für Flüchtlingshelfer.
  • BaMF: Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten
    Gegenstand dieses Berichtes im Auftrag des BAMF ist die Frage, wie die Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen im Bereich der Arbeit mit geflüchteten Menschen gegenwärtig aussieht und wie sie verbessert werden kann. Daran, dass hier Verbesserungsbedarf besteht, lassen die Ergebnisse der Studie keinen Zweifel.

Zuletzt aktualisiert am 29.06.2020nach oben