13.09.2018 | Redaktion

Berufseinstiegsbegleitung sichern

Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Für die Erhaltung der Berufseinstiegbegleitung (BerEb) über das Jahr 2020 hinaus setzt sich der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit ein. In einem Positionspapier fordert die Sprecherin Birgit Beierling Bund und Länder auf, die auslaufende Finanzierung in allen Bundesländern abzusichern. Die Berufseinstiegsbegleitung sei als einzige Maßnahme, die frühzeitig in der Schule ansetze und eine Begleitung von der Schule über die Ausbildung über einen längeren Zeitraum ermögliche, ein unverzichtbares Förderinstrument.

Die Berufseinstiegbegleitung wird bislang zu 50 Prozent aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit (BA) getragen; den Rest stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Diese gesetzlich vorgeschriebene Kofinanzierung muss nach dem Ende der ESF-Förderperiode ab 2020 durch "Dritte" fortgeführt werden, wenn das Förderinstrument weiter zum Einsatz kommen soll. Der Kooperationsverbund sieht hier die Länder in der Pflicht. Sollten die Länder die Kofinanzierung übernehmen, mache dies strukturelle Anpassungen erforderlich: "Dafür wird es notwendig sein, dass die Berufseinstiegbegleitung in die Fördersysteme der Länder eingebunden und mit anderen Angeboten im Übergangssystem des jeweiligen Landes kombinierbar sein wird."

Berufseinstiegsbegleitung für alle

Der Kooperationsverbund plädiert dafür, die Berufseinstiegsbegleitung allen Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen zugänglich zu machen, die personelle Kontinuität sicherzustellen, weil nur so eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich sei, und darüber hinaus an jeder Schule mindestens eine Vollzeitstelle einzurichten. Außerdem schlägt das Positionspapier vor, die Förderdauer für die Teilnehmenden von 2,5 Jahren auf drei Jahre zu erhöhen, Rahmenverträge mit Trägern über fünf Jahre einzuführen, um eine bessere Kontinuität der pädagogischen Arbeit zu erreichen, und die Platzzahlen an den Schulen über den Förderzeitraum von zwei Jahren gleichbleibend zu gestalten.

Bisher haben offenbar nur wenige Länder eine Übernahme der Kofinanzierung zugesagt. Obwohl die aktuelle ESF-Förderperiode noch bis 2020 läuft, sieht der Kooperationsverbund die Notwendigkeit, schon jetzt aktiv zu werden: "Bereits in der Ausschreibungsphase für das Schuljahr 2019/2020 im Frühjahr 2019 muss eine Gesamtfinanzierung zur Verfügung stehen."

 
 
 

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