06.09.2019 | Redaktion | G.I.B. NRW

Neue Beispiele guter Praxis

NRW-Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss"

Wie kann man Eltern mit Migrationshintergrund intensiver in die Berufsorientierung ihrer Kinder einbinden? Und wie können Schule und Wirtschaft gegenseitige Vorbehalte und mangelndes Wissen über die jeweiligen Rahmenbedingungen abbauen, um so zu einer besseren Zusammenarbeit zu kommen? Diesen Fragestellungen gehen Akteure der Kommunalen Koordinierung in Nordrhein-Westfalen nach. Beide Ansätze nahm das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales nun im Rahmen der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" in seine Sammlung beispielhafter Praxis auf.

"Kein Abschluss ohne Anschluss" stellt sowohl die Schulen als auch die Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Umsetzung der Standardelemente wie Praktika und Berufsfelderkundungstage setzt zum Beispiel voraus, dass beide Akteursgruppen besser zusammenarbeiten und über die jeweiligen Abläufe in Schule und im Unternehmen informiert sind. Hier setzt die Veranstaltungsreihe "Schule trifft Wirtschaft" im Kreis Düren an. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, zuerst einen direkten Kontakt und schließlich eine dauerhafte Kooperation zwischen Vertretern von Schulen und Unternehmen zu ermöglichen - und dadurch den Übergang von der Schule in Ausbildung nachhaltig zu verbessern.

Kommunikation auf Augenhöhe

Die Einbindung von Eltern in die berufliche Orientierung ihrer Kinder ist seit längerer Zeit ein wichtiges Ziel der Kommunalen Koordinierungsstelle Hagen/Ennepe-Ruhr-Kreis. Mehrfach hat die Stelle den sogenannten "ElternDay" durchgeführt; im Frühjahr 2017 war die Elternarbeit Schwerpunktthema eines Tages mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren für Berufliche Orientierung. Welche Ansätze für eine migrationssensible Einbindung von Eltern in Zusammenarbeit mit der KAUSA Servicestelle in der Region entwickelt wurden, ist ein weiteres Beispiel guter Praxis. So empfiehlt die Koordinierungsstelle Schulen beispielsweise, niedrigschwellige Formate wie ein Familienbildungscafé zu etablieren, die für Eltern mit Migrationshintergrund den Zugang erleichtern und wo eine Kommunikation "auf Augenhöhe" möglich ist.

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