27.02.2019 | Redaktion | PM des EU-Parlaments

Fokus auf Benachteiligte legen

Erasmus+: EU-Parlament fordert mehr Möglichkeiten für benachteiligte Jugendliche

Eine Verdreifachung des Budgets, ein Fokus auf benachteiligte junge Menschen sowie mehr Kofinanzierung und Synergien mit anderen europäischen Programmen - das fordern die Mitglieder des Europäischen Parlaments für die neue Generation des Mobilitätsprogramms Erasmus+ in den Jahren 2021 bis 2027.

Gebäude des EU-Parlaments in Straßburg          Bild: Wikiolo (Wikipedia), creative commons CC BY-SA 3.0

Das Förderprogramm Erasmus+ sollte seine Förderung verdreifachen, mehr Menschen die Teilnahme ermöglichen sowie die Stipendien besser an die Bedarfe der Teilnehmenden anpassen. Dieser Ansicht sind die Mitglieder des Europäischen Parlaments. Der Ausschuss für Kultur und Bildung des EU-Parlaments hat am 20. Februar der nächsten Erasmus+-Programmgeneration zugestimmt und detaillierte Maßnahmen empfohlen, um wirtschaftliche, soziale und kulturelle Barrieren abzubauen sowie mehr jungen Menschen eine Teilnahme an den verschiedenen Mobilitätsformaten zu ermöglichen.

Die Abgeordneten des EU-Parlaments riefen die Mitglieder der Europäischen Kommission sowie die Nationalen Agenturen für Erasmus+ dazu auf, einen europäischen Rahmenplan zur Inklusion und Teilhabe sowie entsprechende nationale Strategien zu entwickeln. Konkret könnten diese die finanzielle Unterstützung besser an den Bedarfen der Teilnehmenden ausrichten, insbesondere durch eine Anpassung der monatlichen Auszahlung sowie eine regelmäßige Überprüfung der Lebenshaltungskosten in verschiedenen Ländern. Zudem sollten besondere Unterstützungsmaßnahmen in den Bereichen Sprachtraining, Administration und e-Learning vorgesehen werden.

Die neu vorgeschlagenen niedrigschwelligen Partnerschaften würden es, so die Abgeordneten, Organisationen mit wenig Erfahrung oder geringen Ressourcen ermöglichen, an Erasmus+ teilzunehmen, zum Beispiel Organisationen, die mit benachteiligten Jugendlichen arbeiten.

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