12.10.2018 | Vodafone Stiftung | Redaktion

Keine Hilfe bei Falschnachrichten

Vodafone Stiftung befragte junge Menschen zur Nutzung sozialer Medien

Jugendliche in Deutschland werden mit ihren Fragen zu Desinformation und Hasskommentaren im Netz alleine gelassen: Rund die Hälfte der 14 bis 24-Jährigen in Deutschland kommt mindestens einmal wöchentlich in Kontakt mit Falschnachrichten. Das zeigt eine Studie der Vodafone Stiftung. Das Thema wird an Schulen aber bislang kaum behandelt, so die Befragten. Da sie oft auch ihre Eltern nicht befragen können, informieren sich die meisten Jugendlichen alleine im Netz.

Viele der Jugendlichen wissen nicht, wie sie Falschnachrichten sicher identifizieren und auf Anfeindungen im Netz reagieren sollen. Deshalb wünscht sich die große Mehrheit der deutschen Schülerinnen und Schüler, im Unterricht mehr über den Umgang mit Falschnachrichten und Hasskommentaren zu lernen. Die Befragung ergab außerdem, dass zwei Drittel der jungen Menschen glaubt, die Verbreitung von Falschnachrichten gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland.

Die Sorge um diesen Zusammenhalt führt bei nicht wenigen dazu, dass sie sich gegen Hass und Falschnachrichten im Netz engagieren: Jeder Zweite hat schon einmal Hasskommentare bei den Betreibern sozialer Netzwerke gemeldet, immerhin jeder Vierte Falschnachrichten. Aber auch hier werden junge Menschen desillusioniert: Mehr als die Hälfte ihrer Beschwerden werden gar nicht oder erst mit Verzögerung bearbeitet.

Jugendliche sehen soziale Medien wie WhatsApp und Instagram als Chance für den Dialog mit der Politik. Sie nutzen sie daher nicht nur, um sich mit Freunden auszutauschen, sondern auch, um sich über politische Themen zu informieren. Dabei können sich 35 Prozent der Befragten vorstellen, über soziale Medien Politiker zu kontaktieren.

 
 
 

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