22.02.2019 | Redaktion | NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Mehr Flüchtlinge in Ausbildung

"NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge" befragte Mitgliedsbetriebe

Knapp die Hälfte der Unternehmen im "NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge" bildet aktuell Menschen mit Fluchthintergrund aus. Im Jahr 2016 war es noch jedes dritte Unternehmen. Das ergab eine Befragung zum aktuellen Stand der Integration von Geflüchteten. Damit ist die Ausbildung erstmalig die stärkste der sechs ermittelten Beschäftigungsformen. Darüber hinaus bereitet fast ein Viertel der Unternehmen Geflüchtete im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung (EQ) auf eine angehende Ausbildung vor.

Nach der Ausbildung (48 Prozent) folgt mit 41 Prozent das Praktikum oder andere vorbereitende Maßnahmen, Hilfsarbeitertätigkeiten werden in 27 Prozent der Unternehmen durchgeführt. Die Einstiegsqualifizierung folgt mit 24 Prozent, 19 Prozent der Betriebe beschäftigen Flüchtlinge als Fachkräfte und zwei Prozent sogar als Führungskräfte. Insgesamt beschäftigen die 1.886 Mitgliedsunternehmen, darunter der Großteil kleine und mittelständische Unternehmen, 5.122 geflüchtete Menschen.

Die steigende Zahl der Ausbildungen bringt neue Herausforderungen für Unternehmen mit sich: Fast 40 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die Bewältigung der Berufsschule sehr schwierig bis unüberwindbar ist. Mehr als jedes zweite Unternehmen reagiert auf diese Herausforderung mit dem Angebot von Nachhilfeunterricht für Auszubildende. Außerhalb der betrieblichen Abläufe bieten die meisten Unternehmen weitere Unterstützung, etwa bei Behördengängen (59 Prozent) und der Wohnungssuche (45 Prozent) oder mit Sprachkursen (47 Prozent) und Mentoren-/Patenprogrammen (34 Prozent).

Wie bereits in den Jahren 2016 und 2017 waren auch im vergangenen Jahr die Bürokratie sowie mangelnde langfristige Perspektiven bezüglich des Aufenthalts der Geflüchteten die größten Herausforderungen für die Unternehmen.

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