07.10.2026 | Redaktion | Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Übergangsgestaltung in Dänemark

APuZ-Ausgabe nimmt auch den Übergang von der Schule in Ausbildung in den Blick

Wie lassen sich Übergänge von der Schule in Ausbildung und Beruf besser gestalten? Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" der Bundeszentrale für politische Bildung nimmt Berufsschulen und aktuelle Herausforderungen des Ausbildungssystems in den Blick. Der Beitrag "Von Dänemark lernen?" vergleicht die Übergangsgestaltung in Deutschland und Dänemark und zeigt, welche Impulse das dänische Modell für Berufsorientierung, Ausbildung und Unterstützungsstrukturen geben kann.

Copyright Informationen anzeigenTitelblatt der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte", Ausgabe 40/2026

Die Ausgabe 40/2026 der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ) der Bundeszentrale für politische Bildung widmet sich der Berufsschule als Bildungsort im dualen System. Neben berufsbezogenen Kompetenzen gehören auch allgemeinbildende Inhalte und politische Bildung zu ihrem Auftrag. Zugleich steht das Ausbildungssystem unter Druck: Fachkräftemangel, Passungsprobleme am Ausbildungsmarkt, junge Menschen ohne Ausbildungs- oder Beschäftigungsperspektive, Lehrkräftemangel an Schulen und eine sich schnell wandelnde Berufswelt stellen es vor Herausforderungen.

Von Dänemark lernen

Vor diesem Hintergrund richtet der Beitrag "Von Dänemark lernen?" den Blick auf den Übergang von der Schule in den Beruf in unserem Nachbarland. Janine Leschke und Günther Schmid vergleichen die Berufsbildungssysteme Deutschlands und Dänemarks. So beginnt in Dänemark die berufliche Ausbildung stärker schulisch. Auf einen mindestens einjährigen Grundkurs folgt die dreiährige duale Phase. Zwar sind dänische Jugendliche häufiger arbeitslos als deutsche, die Phasen ohne Beschäftigung sind jedoch kürzer. 2025 waren 44,3 Prozent der dänischen Jugendlichen weniger als einen Monat arbeitslos, in Deutschland traf das nur auf 23 Prozent zu. Zugleich sind junge Menschen bei Arbeitslosigkeit in Dänemark finanziell vergleichsweise gut abgesichert. Dabei sind die Leistungen stärker an die Teilnahme an Bildungs- und Ausbildungsangeboten geknüpft. Der Übergangssektor ist wesentlich kleiner als in Deutschland.

Auch wenn das dänische Modell ist nicht einfach übertragbar ist, bietet es Reformimpulse für uns: verbindlichere Kooperation von Staat, Sozialpartnern und Kommunen, bessere Absicherung in der Übergangsphase, stärkere Ausbildungsanreize für Betriebe, modular aufgebaute und flexiblere Bildungswege.

Weitere Beiträge der APuZ-Ausgabe befassen sich unter anderem mit dem Bildungsauftrag und der wirtschaftlichen Bedeutung von Berufsschulen, Demokratiebildung, der Geschichte der Berufsschule sowie dem Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung.

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