29.10.2026 | Redaktion | DJI

Regionale Unterschiede bei der Inklusion

Deutsches Jugendinstitut veröffentlicht "Kommunalen Jugendinklusionsindex"

Trotz des Rechts auf gleichberechtigte Teilhabe an Bildung und Arbeit stoßen junge Menschen mit Behinderungen und Benachteiligungen am Übergang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt auf zahlreiche Hürden. Dies betrifft unter anderem Kinder und Jugendliche ohne Schulabschluss sowie solche, deren Familien sich wichtige Dinge des täglichen Lebens nicht leisten können. Der "Kommunale Jugendinklusionsindex" des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zeigt, welche Bedingungen junge Menschen in Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland vorfinden.

Copyright Informationen anzeigenGruppe von mehrfarbigen Papierfiguren, die eine Kette bilden

Damit macht der Index erstmals empirisch gestützt ihre Inklusionsleistung sichtbar und vergleichbar. Er bildet den Stand der Inklusion auf kommunaler Ebene auf Grundlage von Daten aus den Jahren 2021 bis 2023 ab und berücksichtigt verschiedene Aspekte in vier Dimensionen: Das abgebende System mit Blick auf Schule und Transferleistungsbezug, den Übergangssektor, den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie die infrastrukturelle Versorgung, darunter den öffentlichen Nachverkehr und Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Auswertungen zeigen deutliche regionale Unterschiede – teils sogar zwischen benachbarten Landkreisen mit ähnlichen Rahmenbedingungen. "Damit wird deutlich, dass insbesondere Kommunen und Landkreise großen Einfluss auf die Entwicklung inklusiver Bildungsstrukturen haben", schreiben die DJI-Forschenden Philipp Reimann, Dr. Frank Tillmann und Theresa Prenzel in ihrem parallel veröffentlichten Beitrag "Inklusive berufliche Bildung regional verankern" in der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse mit dem Thema "Bildung ohne Barrieren".

Am Beispiel von Jugendberufsagenturen zeigen sie, wie die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen dazu beitragen kann, Zuständigkeiten transparenter zu machen und junge Menschen verlässlich beim Übergang in Ausbildung und Beruf zu begleiten. Wie der "Kommunale Jugendinklusionsindex" regionale Unterschiede sichtbar macht und welche weiteren Strukturen und Kooperationen dabei eine Rolle spielen, zeigt der Beitrag anhand konkreter Beispiele.

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