überaus aktuell
Einsamkeitsbarometer vorgestellt
Menschen mit Behinderungen sind deutlich häufiger von Einsamkeit betroffen als Menschen ohne Behinderungen. Das zeigt das Einsamkeitsbarometer 2026 des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Wo Zugänge zu Bildung, Arbeit und sozialem Leben eingeschränkt sind, steigt auch das Risiko für Einsamkeit. "Einsamkeit ist damit kein individuelles Defizit, sondern Ausdruck ungleicher Teilhabechancen", sagte Irina Wolf, Direktorin des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, bei der Vorstellung des Berichts. Grafik: BMBFSFJ

Non-formale Bildung im Fokus
Das Training im Sportverein, das Spielangebot im Jugendzentrum, der Einsatz in Freiwilligendiensten – non-formale und informelle Lernprozesse rücken neben der formalen Bildung zunehmend in den Fokus der Forschung. Studien zeigen, dass non-formalen Bildungsangebote positive Wirkungen auf junge Menschen entfalten können, indem sie etwa das Selbstwertgefühl fördern und soziale Kompetenzen stärken. Ein neuer Sammelband des Deutschen Jugendinstituts (DJI) beschäftigt sich mit der Bedeutung non-formaler Bildung für junge Erwachsene in Übergangsphasen. Bild: Adobe Stock | Kateryna
Armutsquote nimmt weiter zu
Die Armutsquote in Deutschland ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent gestiegen. Das zeigt der Armutsbericht 2026 des Paritätischen Gesamtverbandes. 13,3 Millionen Menschen leben hierzulande in relativer Einkommensarmut – ihr Einkommen reicht nicht aus, um in angemessener Weise an der Gesellschaft teilhaben zu können. Armut verfestigt sich besonders bei Älteren, Frauen und Alleinerziehenden. Auch junge Erwachsene sind überdurchschnittlich betroffen. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen. Bild: Adobe Stock | ryker

Die Idee einer Jugendwohnagentur
Wohnungslosigkeit beginnt für viele junge Menschen mit dem Schlafen auf Sofas bei Freundinnen, Freunden oder Verwandten und mündet in einem unsicheren Alltag ohne festen Ort, der ihre Bildungs- und Lebensperspektiven gefährdet. In einem Beitrag für die Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit NRW entwickelt Peter Schruth die Idee einer "Jugendwohnagentur", die ähnlich wie Jugendberufsagenturen Leistungen verschiedener Rechtskreise "aus einer Hand" zugänglich machen und koordinieren könnte. Bild: Adobe Stock | panitan

Transformationsprojekte gestartet
Wie kann man die sozial-ökologische Transformation in Betrieben voranbringen, besonders mit Blick auf Energiewende und Kreislaufwirtschaft? Ein wichtiges Instrument sind innovative Weiterbildungs- und Qualifizierungskonzepte. Einschlägige Projekte gingen auf einer Fachtagung im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn an den Start. Rund 140 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft und betrieblicher Praxis nutzten die Veranstaltung, um die 17 geförderten Vorhaben kennenzulernen und sich auszutauschen. Bild: Adobe Stock | saravut

Bildungsniveau von Zuwanderern gestiegen
Das Bildungsniveau von Migrantinnen und Migranten in der Europäischen Union ist seit 2017 kontinuierlich gestiegen. So lag der Anteil von Menschen aus Ländern außerhalb der EU mit Hochschulabschluss oder gleichwertiger Qualifikation im Jahr 2024 bei 32,6 Prozent. Im Jahr zuvor waren es 30,9 Prozent. Wie ein Bericht des Centre for Research and Analysis on Migration (CReAM) an der ROCKWOOL Foundation Berlin (RFBerlin) zeigt, verdecken die EU-weiten Durchschnittswerte jedoch erhebliche Unterschiede zwischen Herkunftsgruppen, Zielländern und Geschlechtern. Bild: Adobe Stock | apratim

zynd live auf der TINCON
Mit interaktiven Angeboten wie dem neuen "Job Dive 360°"-Berufsfeldpanorama zum Handel ist das BIBB-Portal zynd auf der TINCON präsent. Die Konferenz für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich rund um das Leitthema "digitale Jugendkultur" dreht, findet noch bis zum 20. Mai im Rahmen der re:publica in Berlin statt. Neben dem Handel können junge Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung weitere Berufsfelder virtuell mit dem neuen Meta Quest 3-Headsat erkunden oder auch die komplette Plattform an einem großen Touchscreen spielerisch kennenlernen und testen. Bild: zynd

Digitale Räume regulieren
"Algorithmen, die auf maximale Verweildauer optimiert sind, die gezielt schädliche, polarisierende und radikalisierende Inhalte befördern, Plattformdesigns, die auf Vergleich und Engagement ausgelegt sind, belasten die mentale Gesundheit nicht nur von jungen Menschen." Die ist die zentrale These eines Positionspapiers der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), das sich für eine kohärente Regelungs- und transparente Umsetzungsstruktur für den digitalen Raum einsetzt, die junge Menschen beteiligt, befähigt und schützt - und auch Eltern und pädagogische Fachkräfte einbezieht. Bild: Adobe Stock | Viktor

KI in der Berufsberatung
Unter dem neuen Titel "nfb kurzgefasst" veröffentlicht das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb) seinen Newsletter in veränderter Form: Jede Ausgabe erhält nun einen eigenen Schwerpunkt. Im aktuellen Newsletter geht es um den Einsatz von KI. Der Impulsbeitrag des Newsletters "Künstliche Intelligenz in der Beratung" beschäftigt sich mit der Frage, wie KI die Art und Weise verändert, wie Beratungspersonal Menschen bei der Berufswahl unterstützen kann, welche Chancen ihre Werkzeuge bieten und wo ihre Grenzen liegen. Bild: Adobe Stock | Wasan

Suchbewegungen junger Menschen
Viele junge Menschen sind auf der Suche nach Orientierung, nach Zugehörigkeit und nach tragfähigen Perspektiven für ihr Leben. Diesen Suchbewegungen als ein wesentlicher Bestandteil des Jugendalters widmet sich die neue Ausgabe der Zeitschrift "DREIZEHN" des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit. Die Beiträge zeigen, wie junge Menschen aus einer Vielzahl möglicher Lebensentwürfe ihren eigenen Weg entwickeln – und wie soziale Ungleichheiten, institutionelle Übergänge und gesellschaftliche Erwartungen diese individuellen Suchbewegungen beeinflussen. Bild: Ausschnitt aus der Titelseite der Ausgabe

BIBB-Datenreport 2026 erschienen
Die schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland spiegelt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt wider. Das zeigt der Datenreport 2026 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), der den Berufsbildungsbericht der Bundesregierung ergänzt. So wurden bis zum 30. September 2025 bundesweit rund 476.000 duale Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang um -2,1 Prozent im Vergleich zu 2024. Damit setzte sich die positive Entwicklung der Vertragszahlen in den Jahren 2021 bis 2023 auch im zweiten Jahr in Folge nicht weiter fort. Bild: Adobe Stock | winnievinzence