22.05.2026 | Redaktion | ROCKWOOL Foundation
Bildungsniveau von Zuwanderern
Bericht der ROCKWOOL Foundation zur Entwicklung in Europa zeigt Anstieg
Das Bildungsniveau von Migrantinnen und Migranten in der Europäischen Union ist seit 2017 kontinuierlich gestiegen. So lag der Anteil von Menschen aus Ländern außerhalb der EU mit Hochschulabschluss oder gleichwertiger Qualifikation im Jahr 2024 bei 32,6 Prozent. Im Jahr zuvor waren es 30,9 Prozent. Wie ein Bericht des Centre for Research and Analysis on Migration (CReAM) an der ROCKWOOL Foundation Berlin (RFBerlin) zeigt, verdecken die EU-weiten Durchschnittswerte jedoch erhebliche Unterschiede zwischen Herkunftsgruppen, Zielländern und Geschlechtern.
Der Bericht zeigt große Unterschiede zwischen den europäischen Ländern. In Irland, Luxemburg, Dänemark, Estland, Lettland, Malta, Portugal und Tschechien besitzen Migranten häufiger einen tertiären Bildungsabschluss als Einheimische. In den meisten anderen Ländern – auch in Deutschland – ist der Anteil unter Migranten niedriger. In Deutschland stieg der Anteil von Menschen aus Ländern außerhalb der EU mit Hochschulabschluss von 29,4 (2023) auf 31,1 Prozent (2024). Der Bericht zeigt außerdem deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen sind in allen Gruppen nach wie vor führend beim Bildungsniveau, und sie verzeichnen auch den höchsten Bildungszuwachs.
"Der kontinuierliche Anstieg des Bildungsniveaus unterstreicht das Potenzial, das Migranten in die EU-Arbeitsmärkte einbringen", sagt Tommaso Frattini, Co-Direktor des Center for Research and Analysis of Migration (CReAM) bei der ROCKWOOL Foundation Berlin und Professor an der Universität Mailand. "Wenn ihre Fähigkeiten in vollem Umfang genutzt werden, können Migranten ein wichtiger Motor für das Wirtschaftswachstum in der gesamten EU sein."