08.06.2026 | Redaktion | DJI
Non-formale Bildung im Fokus
DJI-Sammelband "Non-formale Bildung im jungen Erwachsenenalter"
Das Training im Sportverein, das Spielangebot im Jugendzentrum, der Einsatz in Freiwilligendiensten – non-formale und informelle Lernprozesse rücken neben der formalen Bildung zunehmend in den Fokus der Forschung. Studien zeigen, dass non-formalen Bildungsangebote positive Wirkungen auf junge Menschen entfalten können, indem sie etwa das Selbstwertgefühl fördern und soziale Kompetenzen stärken. Ein neuer Sammelband des Deutschen Jugendinstituts (DJI) beschäftigt sich mit der Bedeutung non-formaler Bildung für junge Erwachsene in Übergangsphasen.
Die Publikation "Non-formale Bildung im jungen Erwachsenenalter" nimmt die Bedeutung non-formaler Bildung für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren zwischen Schule und Ausbildung, Ausbildung und Beruf oder im Kontext von Freiwilligendiensten, Ehrenamt und transnationaler Mobilität in den Blick. "In diesen Phasen, die häufig mit Unsicherheiten und Herausforderungen verbunden ist, sind non-formale Bildungsangebote besonders wichtig. Sie können die jungen Menschen dabei unterstützen, nicht nur fachliche, sondern auch soziale und persönliche Kompetenzen zu erlangen und so ihre Teilhabe am Berufsleben nachhaltig zu fördern", erläutert Birgit Reißig, Leiterin der DJI-Abteilung "Übergänge im Jugendalter". Sie hat den Sammelband zusammen mit der DJI-Wissenschaftlerin Sarah Beierle herausgegeben.
Der Band liefert Einblicke in die verschiedenen Formen, Orte und Bedingungen von non-formaler Bildung, die durch Partizipation, Freiwilligkeit und Lebensweltbezug gekennzeichnet ist und Lerngelegenheiten bietet, die stärker an individuelle Interessen, soziale Kontexte und biografische Übergänge anknüpfen als formale Bildung. Er beleuchtet, wie diese Bildungsprozesse den Übergang von der Schule in die Berufswelt beeinflussen können. Ziel ist es, den Bedeutungsgehalt non-formaler Bildung differenzierter zu bestimmen und Impulse für Forschung, Praxis und Bildungspolitik zu geben. Nicht zuletzt soll der Band zur Sichtbarkeit und Anerkennung jener Bildungsprozesse beitragen, die jenseits formaler Curricula stattfinden – und dennoch maßgeblich die Entwicklung junger Menschen unterstützen.