24.06.2026 | Redaktion | Bertelsmann Stiftung

Perspektiven auf den Übergangsbereich

Was junge Menschen, Fachkräfte und Leitungen verändern würden

Viele junge Menschen ohne Ausbildungsplatz münden nach der Schule in den Übergangssektor. Nur rund zwei Dritteln gelingt anschließend der Übergang in eine vollqualifizierende Ausbildung. Die Publikation „Drei Perspektiven – eine Vision“ der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zeigt, warum die Weiterentwicklung des Übergangssektors die Perspektiven von jungen Menschen, Fachkräften und Leitungspersonen stärker berücksichtigen sollte.

Copyright Informationen anzeigenEin Mann spring zwischen zwei zerstörten Brückenteilen zur anderen Seite. Das symbolisiert die Überbrückung von Hindernissen.
Manche Übergänge erfordern Unterstützung

Übergangsangebote sollen junge Menschen bei der beruflichen Orientierung unterstützen und den Weg in eine Ausbildung erleichtern. Angesichts weiterhin niedriger Übergangsquoten in vollqualifizierende Ausbildung wird jedoch seit Langem eine Reform des Übergangsbereichs diskutiert. Die Publikation „Drei Perspektiven – eine Vision“  der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung bringt dazu erstmals die Sichtweisen von jungen Menschen, Fachkräften und Leitungen zusammen.

Was Übergänge in Ausbildung erschwert

Grundlage der Veröffentlichung sind Workshops und Gruppeninterviews mit den drei Zielgruppen. Die Ergebnisse zeigen, welche Hürden den Übergang in Ausbildung erschweren und welche Veränderungen aus ihrer jeweiligen Sicht notwendig sind:

  • Junge Menschen wünschen sich eine frühere und praxisnahe berufliche Orientierung, Unterstützung bei Bewerbungen und verlässliche Ansprechpersonen.
  • Fachkräfte fordern stabile Rahmenbedingungen, mehr Zeit für die individuelle Begleitung der jungen Menschen und weniger Bürokratie.
  • Leitungen sehen insbesondere bei Steuerung, Finanzierung und der Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen Handlungsbedarf.

"Nötig sind flexible Angebote, die sich an den individuellen Bedarfen junger Menschen orientieren."

Die Autorinnen und Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass erfolgreiche Übergänge nicht allein von der Vorbereitung und Qualifikation junger Menschen abhängen. Erforderlich sind flexible und individuell bedarfsgerechte Angebote, Erprobungsräume ohne Leistungsdruck, psychosoziale Unterstützung sowie eine stärkere Einbindung von Betrieben. Ziel ist ein Übergangsbereich, der Jugendliche nicht in Warteschleifen hält, sondern ihnen verlässliche Wege in Ausbildung eröffnet.

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