19.03.2013 | Christiane Siegel

Kommunale Koordinierung mit überaus

von Christiane Siegel

Die G.I.B. begleitet den Reformprozess des Übergangs von der Schule in den Beruf in Nordrhein-Westfalen. Für den Austausch der kommunalen Koordinierungsstellen unterhält sie eine geschlossene Gruppe auf ueberaus.de.

Arbeitsatmosphäre: Mehrere Personen diskutieren an einem Tisch

Nordrhein-Westfalen hat als erstes Flächenland in Deutschland ein verbindliches landesweites System für den reibungslosen Übergang von der Schule in den Beruf aufgebaut. Das Programm "Kein Abschluss ohne Anschluss" ist damit einer der wichtigsten Bausteine der vorbeugenden Politik der Landesregierung und Teil der Bildungskette unter dem Leitmotiv "Kein Kind zurücklassen".

Die Kommunen spielen eine zentrale Rolle in der Umsetzung des "neuen Übergangssystems Schule – Beruf in NRW": Nur vor Ort können die Reformaufgaben letztlich geleistet werden, wobei die Vernetzung aller vor Ort in diesem Arbeitsfeld tätigen Akteure im Zentrum des Reformprozesses steht.

Die bei den Kommunen für diese Aufgabe angesiedelten Koordinierungsstellen bilden daher die Schaltstelle für die mit der Umsetzung des Landesvorhabens verbundenen Prozesse: Sie koordinieren die Akteure und ihre Aktivitäten vor Ort. Die originären Zuständigkeiten der Partner bleiben erhalten. Insofern ist kommunale Koordinierung ein Prozess aller Partner vor Ort mit der kommunalen Koordinierungsstelle als Motor. Diese organisiert ein gemeinsames Handeln und Vorgehen der relevanten Partner zur Realisierung des Neuen Übergangssystems und übernimmt in diesem Kontext selbst Verantwortung.

Gestartet wurde dieser Prozess Anfang 2012 mit sieben Referenzkommunen (Bielefeld, Dortmund, Mülheim, der StädteRegion Aachen, den Kreisen Borken, Siegen-Wittgenstein sowie dem Rheinisch-Bergischen Kreis). Mittlerweile sind in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten Kommunale Koordinierungsstellen eingerichtet. Die G.I.B. begleitet die kommunalen Koordinierungsstellen fachlich. Um den Austausch mit den Akteuren auf Landesebene und zwischen den Kommunalen Koordinierungen zur Umsetzung des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" zu unterstützen, bietet die G.I.B. seit August 2012 die geschlossene Gruppe "Kommunale Koordinierung" an. Hier wird eine beachtliche Bandbreite der zur Verfügung stehenden Werkzeuge der Plattform genutzt.

Werkzeuge und Funktionen für die Zusammenarbeit

  • Über die Pinnwand informieren wir über aktuelle Entwicklungen, Planungen zur Umsetzung des Gesamtkonzeptes und Veröffentlichungen.
  • Über den Kalender findet man Termine von Workshops oder anderen Veranstaltungen für die Kommunalen Koordinierungsstellen.
  • Dateiablage und Lesezeichen dienen dem gemeinsamen Sammeln, Austauschen und Erstellen von Materialien und Ressourcen.
  • Über das Wiki sammeln wir zurzeit gemeinsam die Themen, die noch - zum Beispiel in Workshops oder Fortbildungen - bearbeitet werden sollen.
  • Das Forum ist ein zentraler Ort für den fachlichen Austausch und für Diskussionen zu Umsetzungsfragen aus den verschiedenen Handlungsfeldern der Kommunalen Koordinierung.

Ausblick

Mehrere Kommunen planen zurzeit, überaus auch als Instrument der kommunalen Koordinierung zu nutzen. Dabei kommen ihnen die Erfahrungen, die sie in der geschlossenen Community-Gruppe gesammelt haben, sicher zugute.

Zuletzt aktualisiert am 12.10.2016nach oben

 
 
 

Über die Autorin

Christiane Siegel ist Mitarbeiterin der G.I.B. NRW. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist die fachliche Begleitung der Einführung und Umsetzung des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW". Sie moderiert unter anderem die geschlossene Gruppe "Kommunale Koordinierung" in der überaus-Community.