17.09.2026 | Redaktion | Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
Jugendliche bewerten ihr Lebensumfeld
"Umgebungs-Check" soll Jugendbeteiligung in Kommunen verbessern
Wie fahrradfreundlich ist die Umgebung? Gibt es gute Orte zum Spielen, Entspannen und Sportmachen? Und fühlt sich der Heimweg sicher an? Ein neues Tool ermöglicht Jugendlichen im Alter von zwölf bis 19 Jahren, ihr Lebensumfeld zu bewerten. Ihre Antworten zu 16 Fragen zu Themen wie Mobilität oder Sicherheit sollen künftig in kommunale Planungen einfließen. Der "Umgebungs-Check" wurde im EU-Projekt PST4Youth entwickelt und ist kostenlos verfügbar. Einsetzen lässt er sich etwa in Jugendgruppen, Schulklassen oder in ihren Wohnvierteln.

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16 Fragen mit einer Punkteskala von 1 bis 5 helfen dabei, unterschiedliche Aspekte der Lebenswirklichkeit junger Menschen sichtbar zu machen und Gespräche anzustoßen. Der "Umgebungs-Check" soll das StadtRaumMonitor-Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit ergänzen und Kommunen helfen, die Perspektiven Jugendlicher besser in Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Das Tool wurde im Rahmen des EU-Projektes „Make Place Standard Tool 4Youth Work“ (PST4Youth) entwickelt und von Erasmus+ Jugend sowie dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit finanziert.
Der Blick auf das Lebensumfeld junger Menschen ist aus sozialer und auch aus gesundheitlicher Sicht wichtig: Wie junge Menschen aufwachsen, entscheidet sich nicht nur durch ihr eigenes Verhalten. Auch Schulen, Sportanlagen, Parks oder öffentliche Plätze prägen als Teil ihres Umfelds ihre körperliche, psychische und soziale Entwicklung. Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, fasst den möglichen Nutzen des "Umgebungs-Checks" so zusammen: "Junge Menschen wissen selbst am besten, was ihnen in ihrem Alltag guttut und wo es Verbesserungen braucht. Mit dem Umgebungs-Check geben wir ihnen eine einfache Möglichkeit, ihre Sicht einzubringen und Veränderungen mitzugestalten. So können Jugendliche und Kommunen gemeinsam überlegen, was junge Menschen brauchen, um gut und gesund aufzuwachsen."