03.02.2026 | Redaktion | BIBB
Hermann-Schmidt-Preis 2025 verliehen
Thema: Künstliche Intelligenz (KI) in der beruflichen Bildung
"Künstliche Intelligenz (KI) in der beruflichen Bildung – Innovationen für Aus- und Weiterbildung": so lautete das Thema des Wettbewerbs um den Hermann-Schmidt-Preis 2025. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat nun drei herausragende Projekte aus Augsburg, Weinheim und Troisdorf identifiziert und prämiert, die beispielhafte Konzepte und Modelle entwickelt und in der Praxis erfolgreich umgesetzt haben. Den mit 3.000 Euro dotierten Hermann-Schmidt-Preis erhielt das Projekt "KI-Zusatzzertifikat für Auszubildende" in Augsburg, daneben wurden zwei Sonderpreise vergeben.

Die Preisträgerinnen und Preisträger - Bild: Tobias Vollmer, BIBB
Das Projekt "KI-Zusatzzertifikat für Auszubildende" hat die Universität Augsburg in Kooperation mit der IHK Schwaben und der HWK für Schwaben entwickelt und im Jahr 2024 in den Regelbetrieb gebracht. Dabei handelt es um einen modular aufgebauten Lehrgang, bestehend aus einem interaktiven Online-Kurs und zwei Praxistagen. Diese finden in einer speziell für das Zertifikat konzipierten Lernumgebung statt, die in eine 5.300 Quadratmeter große KI-Erlebniswelt eingebettet ist. Hier lernen die Teilnehmenden Grundlagen, Einsatzmöglichkeiten und Anwendungen der KI kennen, die sie anschließend in eigene KI-Projekte umsetzen. Aufgrund der bisherigen Erfolge ist eine Ausweitung des Projektes auf andere Regierungsbezirke Bayerns angedacht.
Einen der zwei mit jeweils 1.000 Euro dotierten Sonderpreise erhielt das Projekt "Lernimpulse durch KI – Adaptives Feedback in der Ausbildungspraxis" der Freudenberg Service KG in Weinheim. Im Zentrum des Projektes steht die Integration adaptiver Feedbacksysteme in digitale Lernumgebungen zur Förderung individueller Lernprozesse in der beruflichen Bildung. Hierzu wurden unterschiedliche KI-Anwendungen miteinander verknüpft. Diese Form der automatisierten, adaptiven Rückmeldung unterstützt die Selbstreflexion, stärkt die Eigenverantwortung und fördert die Verknüpfung von bekannten mit neuen Inhalten.
Der zweite Sonderpreis ging an das Projekt "Künstliche Intelligenz (KI) am Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg". Das Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreise in Troisdorf hat eine "Technik Scout AG" ins Leben gerufen, in der Schülerinnen und Schüler eigene KI-Projekte entwickeln – von Avataren über Songs bis hin zu interaktiven Karten. Ergänzt wird dies durch spezielle Differenzierungskurse, datenschutzkonforme KI-Umgebungen und die Entwicklung modularer digitaler Assistenten, die schulisches Fachwissen unterstützen, Lernprozesse vertiefen und Lernergebnisse qualitativ verbessern.