22.06.2026 | Redaktion | BAG BBW

Gelingende berufliche Rehabilitation

Ausbildungsreport 2025 der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufsbildungswerke veröffentlicht

Junge Menschen mit Behinderung stehen beim Übergang von der Schule in den Beruf häufig vor besonderen Herausforderungen. Berufsbildungswerke unterstützen sie mit individueller Förderung auf dem Weg in Ausbildung, Beschäftigung und gesellschaftliche Teilhabe. Der aktuelle Ausbildungsreport 2025 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke gibt Einblicke in die Arbeit der Berufsbildungswerke und zeigt, wie berufliche Rehabilitation gelingen und zugleich zur Fachkräftesicherung beitragen kann.

Copyright Informationen anzeigenEin Mann im Rollstuhl sitzt an einem Schreibtisch und unterhält sich mit einem anderen Mann.

Bundesweit bieten rund 51 Berufsbildungswerke (BBW) jungen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen oder Erkrankungen berufsvorbereitende Maßnahmen sowie duale Berufsausbildungen nach staatlich anerkannten Standards an. Neben der beruflichen Qualifizierung erhalten die Teilnehmenden dort sozialpädagogische, medizinische und psychologische Unterstützung. Der Ausbildungsreport 2025 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) gibt anhand von bundesweit erhobenen Kennzahlen Einblicke in die Arbeit der Einrichtungen. Nachfolgend ein Auszug aus den zentralen Ergebnissen:

Ausbildungsberufe in Berufsbildungswerken

Die BBW bieten Ausbildungen in rund 200 Berufen aus 13 Berufsfeldern an. Den größten Anteil hat mit 29 Prozent das Berufsfeld "Wirtschaft und Verwaltung", gefolgt von "Metalltechnik" (15 Prozent), sowie "Ernährung und Hauswirtschaft" und "Elektrotechnik" (jeweils 12 Prozent).  Alle angebotenen Berufsabschlüsse sind staatlich anerkannt. 88 Prozent der Auszubildenden, die an einer Prüfung teilnehmen, schließen diese erfolgreich mit einem Kammerabschluss ab.

Abbruch bedeutet nicht zwangsläufig Scheitern

Zwölf Monate nach Ausbildungsabschluss sind zwei Drittel der Absolventinnen und Absolventen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Auch wenn nicht alle Teilnehmenden ihre Ausbildung abschließen, betont die BAG BBW, dass ein vorzeitiger Abbruch nicht zwangsläufig ein Scheitern bedeutet, sondern häufig mit einer beruflichen Neuorientierung verbunden ist:  Rund die Hälfte der Betroffenen wechselte unmittelbar in eine andere Ausbildung oder nahm eine Beschäftigung auf. Teilnehmende ohne direkten Übergang in Ausbildung oder Arbeit (14 Prozent) wurden durch ein aktives Übergangsmanagement weiter begleitet.

Aus Sicht der BAG BBW zeigen die Ergebnisse, dass berufliche Rehabilitation durch die Verbindung von Qualifizierung, individueller Förderung und nachhaltiger Integration wirksam dazu beiträgt, die Teilhabe am Arbeitsleben zu stärken.

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