29.03.2021 | Redaktion | NA beim BIBB

Erasmus+ mit neuen Themen

Europäische Kommission veröffentlichte den Aufruf zum Programm 2021-2027

Die Europäische Kommission hat den Aufruf zum Programm Erasmus+ für die Jahre 2021 bis 2027 veröffentlicht. In der neuen Förderperiode stehen die Themenbereiche Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt. Das neue Programm ist mit einem Budget in Höhe von über 28 Milliarden Euro ausgestattet, was fast einer Verdoppelung des Programmbudgets der Vorgängergeneration entspricht.

Grafik: NA beim BIBB / Blueberry

Drei Leitaktionen strukturieren weiterhin das Förderprogramm Erasmus+ unabhängig vom Bildungsbereich. In der Leitaktion 1 fördert Erasmus+ erstmals in allen Bildungsbereichen die Mobilität von Personal und Lernenden. Die Mobilität wird im Rahmen einer Akkreditierung künftig mit der strategischen Entwicklung der Einrichtungen verknüpft und in einem Erasmus+-Plan dargestellt. Für den Zeitraum der Akkreditierung werden die bisher üblichen Projektanträge entfallen; die Mittel werden ähnlich dem bereits im Hochschulbereich praktizierten Verfahren den Einrichtungen zugeteilt. Akkreditierung wird der zentrale Zugang zur Mobilitätsförderung sein. Neue Einrichtungen, die noch nicht akkreditiert sind, können in begrenztem Umfang zunächst eine Einzelprojektförderung in der Aktion Kurzzeitprojekte beantragen.

Mobilität von Bildungspersonal

In der Leitaktion 2 wird auch künftig die thematische Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch im Rahmen sogenannter Partnerschaften für eine Zusammenarbeit (bisher Strategische Partnerschaften) unterschiedlichen Zuschnitts gefördert werden. Neu konzipiert sind dabei die kleineren Partnerschaften, in denen Antragsteller zwischen einer pauschalen Fördersumme von 30.000 oder 60.000 Euro wählen können. Mit den Kooperationspartnerschaften werden die bisherigen Strategischen Partnerschaften weitgehend fortgeführt. Die bisher nur in diesem Projekttyp geförderte langfristige Mobilität von Bildungspersonal wird künftig ausschließlich in der Leitaktion 1 gefördert. In der Leitaktion 3 sind Maßnahmen zur politischen Unterstützung und zur Qualitätsverbesserung des Programms angesiedelt. Das Spektrum reicht von Studien bis zur Förderung von Netzwerken wie z.B. die Nationalen Europass Center.

Zur neuen Programmarchitektur und inhaltlichen Ausrichtung von Erasmus+ veranstaltet die NA beim BIBB am 15. April eine digitale Startkonferenz. Die Nationale Agentur verwaltet treuhänderisch die Fördermittel des Programms in den Sektoren Berufsbildung und Erwachsenenbildung und ist dabei für den gesamten Förderzyklus verantwortlich. Neben der Information und Beratung umfasst dies die Organisation des Antragsverfahrens, den Abschluss der Verträge, die Auszahlung der Fördermittel, die Projektbegleitung und die Abrechnung der Projekte.

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