21.10.2026 | Redaktion
Bundesberatungsnetzwerk Azubi-Wohnen gestartet
Beratungskompetenzen zum Azubi-Wohnen sollen gebündelt werden
Bezahlbarer Wohnraum ist für viele junge Menschen eine wichtige Voraussetzung, um eine Ausbildung außerhalb ihres Heimatortes aufnehmen zu können. In vielen Regionen wird es aber immer schwieriger, passende und finanzierbare Wohnmöglichkeiten zu finden. Vor diesem Hintergrund ist am 14. Oktober 2026 in Berlin der Startschuss für das Bundesberatungsnetzwerk Azubi-Wohnen gefallen. Das Netzwerk soll Beratungskompetenzen zum Azubi-Wohnen bündeln und bundesweit zugänglich machen.

velikiyzayats | Adobe Stock

Mit der Initiative setzt die Bundesregierung einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um. Ziel ist es, weitere Akteure für den Ausbau von Wohnangeboten für Auszubildende zu gewinnen, Erfahrungen auszutauschen und erfolgreiche Kooperationsmodelle sichtbar zu machen. Das Bundesberatungsnetzwerk Azubi-Wohnen verbindet unterschiedliche Perspektiven aus Politik, Wirtschaft, Interessenvertretungen und Praxis. Zugleich sollen bewährte Konzepte und Qualitätsstandards sichtbar gemacht, der Wissenstransfer zwischen den beteiligten Akteuren gestärkt und Impulse für die Schaffung und den Ausbau von bezahlbarem, bedarfsgerechtem Wohnraum für Auszubildende gesetzt werden.
Partner des Netzwerks sind:
- Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
- RegioKontext GmbH
- DIHK Service GmbH
- Azubiwerk München e.V.
- DGB-Jugend
- Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
- Verband der Kolpinghäuser e.V. (VKH)
Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) fehlen je nach Szenario zwischen 23.000 und über 70.000 Wohnheimplätze für Azubis – ein Problem, das sich zukünftig noch verschärfen könnte: Verglichen mit dem aktuellen Bestand werden 2040 laut IW Köln voraussichtlich etwa 79 Prozent des ermittelten Bedarfs an Wohnheimplätzen fehlen.
Weitere Informationen
- BMWSB: Pressemitteilung
Für das Netzwerk wird eine eigene Website erstellt, auf der die Informationsangebote aufbereitet und leicht zugänglich gemacht werden – ergänzt um eine Fallbeispieldatenbank.