24.08.2018 | Redaktion

Positive Zwischenbilanz bei Integration

Bundesagentur für Arbeit: Mehr geflüchtete Menschen in Beschäftigung

In ihrem aktuellen Bericht zur Fluchtmigration in Deutschland zieht die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Geflüchteten. Etwa 238.000 Menschen aus den acht Haupt-Asylzugangsländern waren demnach im Mai 2018 sozialversicherungspflichtig beschäftigt – im Mai 2017 hatte die Zahl bei 150.000 gelegen. Darüber hinaus gingen 69.000 Personen einer geringfügigen Beschäftigung nach. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies 15.000 mehr. Die Erwartungen der BA wurden damit leicht übertroffen, wie der Vorstandsvorsitzende Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele                                                  Bild: Bundesagentur für Arbeit

Auch die Ausbildungszahlen sind nach Einschätzung von Detlef Scheele positiv zu werten: Knapp 28.000 junge Flüchtlinge haben laut BA-Statistik seit Anfang Oktober 2017 eine Ausbildung begonnen, rund 35.000 haben sich als Bewerberinnen und Bewerber um einen Ausbildungsplatz bei der BA gemeldet. "Das läuft alles ganz gut", so der BA-Vorstandschef.

Im Juli 2018 waren fast 482.000 arbeitssuchende Geflüchtete registriert. In dieser Zahl enthalten sind auch Menschen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren. Gut 187.000 Geflüchtete waren arbeitslos gemeldet. Das sind acht Prozent aller Arbeitslosen in Deutschland.

"Das läuft alles ganz gut." - Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit

 

Trotz der insgesamt positiven Bilanz geht die Bundesagentur in ihrem Bericht zur Fluchtmigration davon aus, dass die Integration in den Arbeitsmarkt einen langen Atem braucht. Dies zeige die mit 27,2 Prozent immer noch vergleichsweise geringe Beschäftigungsquote von Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern. Der Bericht benennt dabei noch einmal die bekannten Problembereiche: "Mangelnde Sprachkenntnisse sowie fehlende formale Berufsabschlüsse erschweren oftmals die schnelle Integration von Schutzsuchenden in Beschäftigung."