30.08.2018 | Redaktion | PM BMWi

Soziale Kompetenz in der Ausbildung

BMWi fördert Modellprojekt der Handwerkskammer Erfurt

Mit einem neuen Modellprojekt will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die soziale und interkulturelle Kompetenz von Ausbilderinnen und Ausbildern in Handwerksbetrieben fördern. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, den Erfahrungsaustausch in einem regionalen Netzwerk zu ermöglichen. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte, überreichte im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Erfurt den Zuwendungsbescheid für das Modellprojekt.

Bild: medienblau - Fachstelle überaus

Neben dem Modellprojekt "Handwerk verbindet" fördert das BMWi eine Reihe weiterer Initiativen, die die Stärkung der sozialen und interkulturellen Kompetenz sowohl bei den Auszubildenden als auch beim Ausbildungspersonal zum Ziel haben. Der Schwerpunkt der über 20 Modellprojekte und Projektverbünde liegt auf Projekten zur Integration von Flüchtlingen. Neu entwickelte Lösungen wie Ausbildungstandems, Smartphone-Apps und Online-Lernplattformen werden allen interessierten Ausbildungsbetrieben zur Verfügung gestellt.

Christian Hirte erklärte bei der Überreichung des Zuwendungsbescheides, es gehe beim Engagement des Ministeriums vor allem um die gesellschaftliche Integration junger Geflüchteter, aber auch um die Fachkräftesicherung: "Ein entscheidender Faktor ist, dass Ausbildende und Auszubildende ihre unterschiedlichen Kulturen kennenlernen und respektieren. Das stärkt die soziale Kompetenz, die heute während der Ausbildung ebenso wichtig ist wie Fachwissen. Die Ausbildung im eigenen Betrieb ist ein wichtiger Baustein, sich passgenau Fachkräfte von morgen zu sichern."

Ausbildung von Geflüchteten: "Kein Selbstläufer"

Karl Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), hob hervor, eine duale Ausbildung sei für Geflüchtete und Handwerksbetriebe trotz des hohen Engagements beider Seiten "kein Selbstläufer": "Da müssen alle Beteiligten viel Einfühlungsvermögen, Empathie und gegenseitiges Verständnis aufbringen, damit am Ende der gemeinsame Erfolg einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung steht. Dafür sind entsprechende Unterstützungsangebote für die betriebliche Praxis ein wichtiger Beitrag."

 
 
 

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