09.07.2026 | Redaktion | DIHK
Mehr Priorität für die berufliche Bildung
DIHK-Impulspapier formuliert konkrete Empfehlungen an die Politik
Der Fachkräftemangel und die hohe Zahl junger Menschen ohne Berufsabschluss stellen nach Auffassung der DIHK nicht nur ein bildungs-, sondern auch ein wirtschaftspolitisches Problem dar. In einem Impulspapier fordert sie die Politik auf, die berufliche Aus- und Weiterbildung zur Priorität zu machen. Zu den zentralen Empfehlungen zählen unter anderem eine frühzeitige und praxisnahe Berufsorientierung, bessere Rahmenbedingungen für den Übergang in die Ausbildung und mehr Sichtbarkeit für die vielfältigen Karrierewege in der höheren Berufsbildung.

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Die berufliche Bildung sichert den Fachkräftenachwuchs, unterstützt die wirtschaftliche Transformation und eröffnet vielfältige Karriere- und Aufstiegschancen. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der gleichzeitig hohen Zahl junger Menschen ohne Berufsabschluss fordert die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) in ihrem jetzt veröffentlichten Impulspapier „Fünf Impulse zur Stärkung der Beruflichen Bildung“ ein stärkeres politisches Engagement für die Aus- und Weiterbildung.
„Ohne starke Berufliche Bildung gibt es weder ausreichend Fachkräfte noch nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit. Auch dafür bedarf es besserer Rahmenbedingungen.“
(DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helene Melnikov)
Zu den zentralen Forderungen zählen eine frühzeitige und praxisnahe berufliche Orientierung, gezielte Vorbereitungsangebote bereits während der Schulzeit sowie bessere Übergänge in die Ausbildung. Übergänge könnten etwa durch eine engere Zusammenarbeit von Schulen und Betrieben sowie mehr Unterstützung beim Ausbildungsstart, beispielsweise bei Mobilität und Wohnraum für Auszubildende, erleichtert werden. Darüber hinaus spricht sich die DIHK für eine stärkere Sprachförderung, die konsequente Integration von Digitalisierung und KI in die berufliche Bildung, flexiblere und unbürokratischere Wege zum Berufsabschluss sowie eine größere Sichtbarkeit der höheren Berufsbildung aus.
Das Impulspapier beschreibt die aktuellen Herausforderungen, formuliert konkrete Ziele und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Bund und Länder ab. Die Botschaft ist klar: Obwohl Unternehmen bereits erhebliche Anstrengungen in der Ausbildung unternehmen, braucht es bessere politische Rahmenbedingungen, um die berufliche Bildung langfristig zu stärken und den Fachkräftebedarf zu sichern.