14.07.2026 | Redaktion | BMBFSFJ

Kampagne für "Hilfen im Netz" gestartet

Beratungsangebot für Kinder von suchtkranken oder psychisch erkrankten Eltern

Bundesfamilienministerin Karin Prien hat eine bundesweite Kampagne für "Hilfen im Netz" gestartet. Das Beratungsangebot hilft Kindern von suchtkranken oder psychisch erkrankten Eltern. Auf dem Potsdamer Platz in Berlin präsentierte die Ministerin eine Plakataktion, die acht Wochen lang auf öffentlichen Werbeflächen für das Angebot wirbt. "Hilfen im Netz" bietet betroffenen Kindern und Jugendlichen anonyme und kostenlose Beratung und stellt ihnen darüber hinaus passende Hilfen zur Seite. Die Förderung für das Projekt wurde zudem bis zum Sommer 2029 verlängert.

Copyright Informationen anzeigenVon links nach rechts: Schauspielerin und Sängerin Lina Larissa Strahl, Bundesfamilienministerin Karin Prien und der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck
Schauspielerin und Sängerin Lina Larissa Strahl, Karin Prien und der Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck

Rund 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland im Verlauf eines Jahres mit einer psychischen oder Suchterkrankung eines Elternteils konfrontiert – oft mit lebenslangen Folgen für die eigene psychische Gesundheit und ihren Bildungserfolg. Betroffene junge Menschen und Fachkräfte können sich anonym telefonisch oder schriftlich an "Hilfen im Netz" wenden. Eine digitale Landkarte informiert über Beratungsstellen vor Ort.

Durchgeführt wird das Projekt von NACOA Deutschland e.V. und KidKit (Drogenhilfe Köln). Mit dem Slogan "Schreiben statt Schweigen" möchten die Projektleitungen Anna Buning (KidKit, Drogenhilfe Köln) sowie Tanja Ruppert und Timo Kliche (NACOA Deutschland) das Tabu rund um sucht- und psychische Erkrankungen in der Familie durchbrechen: In vielen betroffenen Familien gelte der Glaubenssatz "Darüber spricht man nicht". Das anonyme Schreiben kann Kindern und Jugendlichen ermöglichen, dieses Schweigen zu überwinden und sich erstmals jemandem anzuvertrauen, auch bei weiteren Belastungen wie Gewalt in der Familie.

Die Kampagne wird durch ein Sponsoring des Außenwerbers Wall ermöglicht. Das Unternehmen sponsert das Projekt zum zweiten Mal als Medienpartner, indem es acht Wochen lang bundesweit insgesamt 5000 Flächen für sogenannte City Light Poster an Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs und anderen zentralen Plätzen kostenlos zur Verfügung stellt.

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