18.07.2017 | Redaktion

Aspekte des Übergangs: Berufsorientierung und Ausbildung

Der Aus- und Weiterbildungskongress des Westdeutschen Handwerkskammertages wurde in diesem Jahr in Bonn in Kooperation mit dem BIBB und dem MAGS NRW veranstaltet. Die zentrale Fragestellung lautete: Was muss sich im Bildungs- und Beratungssystem ändern, um den Übergang von der Schule in den Beruf – über Ausbildung oder Studium – im Interesse aller Akteure zu verbessern?

Katja Driesel-Lange, Uni Münster

Was macht eigentlich gelungene Berufsorientierung aus?

Katja Driesel-Lange plädiert im Interview für eine Berufsorientierung, die Jugendliche nicht nur kognitiv anspricht. Dr. Driesel-Lange ist Geschäftsführerin des Zentrums für Berufsorientierungs- und Berufsverlaufsforschung (ZBB) der Universität Münster.

Roland Matzdorf, MAGS NRW

Worin besteht die drängendste Herausforderung am Übergang Schule - Beruf?

Roland Matzdorf, Leiter der Abteilung „Arbeit und Qualifizierung“ im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS), sieht als notwendig an, Jugendlichen Perspektiven im Betrieb anbieten zu können und ihnen klarzumachen, dass sie gebraucht werden.

Andreas Oehme, WHKT

Wie lässt sich die Passung zwischen Jugendlichen und Betrieb verbessern?

Der Geschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertages, Andreas Oehme, betont die Bedeutung von praktischen Erfahrungen im Betrieb für die schulische Berufsorientierung der Jugendlichen.

Birgit Beierling, Der Paritätische

Wie können wir Jugendliche am Übergang noch besser unterstützen?

Birgit Beierling ist Bundeskoordinatorin und Fachreferentin Jugendsozialarbeit im Paritätischen Gesamtverband. Ihr Fokus gilt den Jugendlichen, deren Einmündung in Ausbildung nicht ohne Weiteres gelingt.

Carl-Michael Vogt, HWK Hannover

Wie lässt sich Ausbildungsqualität verbessern?

Dr. Carl-Michael Vogt ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. Die HWK vergibt eine Auszeichnung für prima Qualität in der Ausbildung (primAQ) an Betriebe, die bestimmte Ausbildungsstandards erfüllen.

Claudia Steinhardt, Arbeitsagentur

Wie steht es um die Qualität der von der BA geförderten Bildungsmaßnahmen?

Claudia Steinhardt von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit geht auf die Ausschreibungspraxis der BA und die Qualität der Bildungsmaßnahmen ein.

 
 
 

Schlagwörter

 

Dossier

Kompass auf einer geöffneten Hand

Berufsorientierung

Im Übergang Schule - Beruf bezeichnet das Handlungsfeld Berufsorientierung in der Regel Angebote bis zum Ende der allgemeinbildenden Schule.

 

Infos zur Tagung

Auf der Website der Veranstaltung, die am 05. Juli 2017 in Bonn stattgefunden hat, finden Sie Impressionen und Dokumentationen einzelner Vorträge.

 

Video-Interview

Katja Driesel-Lange

Berufsorientierung gelingt, wenn sie Jugendliche anspricht und motiviert, indem sie dort ansetzt, wo diese sich im Entscheidungsprozess befinden. Katja Driesel-Lange plädiert daher für individualisierte Formen der Berufsorientierungmaßnahmen.