25.02.2026 | Redaktion | BAGFW

Soziale Angebote sind gefährdet

Umfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW)

Die finanzielle Situation von sozialen Einrichtungen und Diensten der Freien Wohlfahrtspflege hat sich im Jahr 2025 weiter verschärft. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW). So haben 20 Prozent der befragten Träger in den vergangenen zwei Jahren soziale Angebote vollständig eingestellt. Das entspricht einem Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zur vorherigen Umfrage. Weitere 45 Prozent gaben an, dass sie Leistungen wegen steigender Kosten und gekürzter Mittel einschränken mussten.

Klick zum VergrößernGrafik: BAGFW

Diese Zahlen stehen im starken Kontrast dazu, wie die Befragten die Angebotslage in ihren Tätigkeitsfeldern vor Ort einschätzen: 61 Prozent sind der Meinung, dass entsprechende soziale Angebote in ihren Kommunen und Regionen nicht oder nur teilweise ausreichend vorhanden sind. Auch ihre Zukunftsperspektive sehen die befragten Träger negativ: 82 Prozent erwarten, dass sie perspektivisch weitere Angebote und Leistungen zurückfahren müssen. 28 Prozent gehen davon aus, dass Angebote und Leistungen ganz wegfallen könnten.

Die teilnehmenden Organisationen und Einrichtungen gehören BAGFW-Mitgliedsverbänden oder ihren Untergliederungen an. Bei ihren Tätigkeitsfeldern liegt die Jugendhilfe mit über 18 Prozent an erster Stelle, in der Eingliederungshilfe sind mehr als 14 Prozent tätig und in der Beratung für Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete mehr als zehn Prozent.

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