23.03.2026 | Redaktion | Kooperationsverbund Schulsozialarbeit
Kinder stärken durch Schulsozialarbeit
Bundeskongress fordert nachhaltige Absicherung des Angebots
Schulen bieten jungen Menschen einen wichtigen Rahmen, um ihre Potenziale zu entfalten und Gemeinschaft zu erleben. Doch nicht alle Schülerinnen und Schüler können diese Chancen gleichermaßen nutzen – insbesondere sozial benachteiligte brauchen Unterstützung. Schulsozialarbeit leistet hier einen wichtigen Beitrag. Der Bundeskongress Schulsozialarbeit fordert in seiner "Hildesheimer Erklärung", dieses Angebot nachhaltig und zukunftssicher für alle jungen Menschen abzusichern.
Schulsozialarbeit berät und fördert junge Menschen individuell, sie unterstützt gruppenbezogene und kulturelle Bildung. Angesichts gesellschaftlicher Umbrüche und Krisen bietet sie wichtige Unterstützung und kann Belastungen auffangen – vorausgesetzt, sie ist verlässlich und nachhaltig gesichert, so der Bundeskongress Schulsozialarbeit.
Durch partizipative Angebote erleben Jugendliche Selbstwirksamkeit und werden in ihrer Entwicklung gestärkt. Gerade für den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf sind die Angebote der Schulsozialarbeit daher von großer Bedeutung und tragen zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei.
Hohe Anforderungen, wenig Sicherheit
Schulsozialarbeit ist jedoch zunehmend mit steigenden Anforderungen, Fachkräftemangel und komplexen, teils unsicheren Finanzierungsstrukturen konfrontiert. Daher fordert der Bundeskongress Schulsozialarbeit 2026 in seiner „Hildesheimer Erklärung“ konkrete Maßnahmen:
- Verlässliche Kooperations- und Finanzierungsstrukturen von Bund, Ländern und Kommunen.
- Mindestens eine unbefristete Vollzeitstelle pro Schule (bzw. eine Vollzeitstelle pro 150 junge Menschen).
- Abstimmung und Verankerung gemeinsamer, bundesweiter Qualitätsstandards.
- Ausreichende Ressourcen für Planung, Qualitätssicherung und fachliche Begleitung.
- Angemessene Arbeitsbedingungen und Entlohnung.
- Klare Kooperationsvereinbarungen vor Ort und die Verankerung interprofessioneller Zusammenarbeit als fester Bestandteil von Schule.
"Hildesheimer Erklärung" unterstützen
Die "Hildesheimer Erklärung" wurde beim Bundeskongress Schulsozialarbeit Anfang März 2026 veröffentlicht. Auf Einladung des Kooperationsverbundes Schulsozialarbeit, der LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen e. V., der Stiftung Universität Hildesheim, der HAWK Hildesheim und der Hochschule Hannover trafen sich mehr als 600 sozialpädagogische Fachkräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Träger. Wer die Erklärung des Kooperationsverbunds Schulsozialarbeit und der Vorbereitungsgruppe des Kongresses unterstützen möchte, kann sie über den unten aufgeführten Link mitzeichnen.