06.08.2019 | Redaktion | DJI

Bildungsmonitoring besser nutzen

Neue Publikation des Deutschen Jugendinstituts (DJI)

Das Bildungsmonitoring, also die empirische Analyse des kommunalen Bildungssystems, kann durch die Bereitstellung seiner Erkenntnisse wichtige Impulse für kommunalpolitisches Handeln und die Konzeption von Bildungsangeboten geben. Diese Daten werden aber oft noch nicht ausreichend genutzt. Wo es Handlungsbedarf gibt und wie die Schnittstellen zwischen Bildungsmonitoring und Bildungsmanagement optimiert werden können, zeigt eine neue Publikation des Deutschen Jugendinstituts (DJI).

Ein zielgruppengerechtes und gutes kommunales Bildungsangebot der Kommunen kann helfen, Bildungsungleichheiten abzubauen, ist attraktiv für qualifizierte Fachkräfte und trägt letztlich zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit bei. Dabei steuern und vernetzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bildungsmanagement die kommunalen Akteure und fördern die entsprechenden Kooperationen in der Verwaltung. Diese Aufgaben sind eng verknüpft mit dem Monitoring von Bildungsdaten. Die DJI-Publikation "Kommunales Bildungsmonitoring – Anschlüsse herstellen" der Transferagentur Mitteldeutschland (TransMit) beschreibt die Möglichkeiten eines solchen Bildungsmonitorings und gibt Anregungen und Impulse für den Arbeitsalltag in den Kommunen.

Ein Beitrag stellt die Ergebnisse von Interviews mit Mitarbeitenden im Bildungsmonitoring in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vor. Sie beschreiben, wie sie ihre Analysen konzipieren und aufbereiten, damit diese in Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse in Verwaltung und Kommunalpolitik einfließen können.

"Werden Monitoringprodukte in enger Abstimmung mit den Adressaten konzipiert, erstellt und ausgewertet, kann die Rezeption und Nutzung dieser Produkte sichergestellt werden."

 

Am Beispiel der Stadt Halle (Saale) wird erläutert, wie Mitarbeitende des kommunalen Bildungsmanagements versuchen, bildungsrelevante Analyse-, Planungs- und Entscheidungsprozesse noch stärker miteinander zu verzahnen. Ein weiterer Artikel basiert auf Untersuchungsergebnissen zu non-formalen Bildungsangeboten im Saalekreis und zeigt beispielhaft auf, welche Bedeutung Forschungsergebnisse für bildungspolitische Entscheidungen haben können.

Das Projekt TransMit ist am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in Halle und Leipzig angesiedelt und ist Teil der Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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